Indonesien 2012

08.03.2012 - Abflug

Meine in den letzten Jahren mit ETIHAD angesammelten Flugmeilen erlauben einen Freiflug von Frankfurt nach Bangkok, nicht jedoch bis nach Indonesien. Das ist noch ein Stück weiter. Freiflug bedeutet aber nur, dass ich den Flugpreis erlassen bekommem nicht aber die Steuern. Und das sind auch gute 300 Euro.

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09.03.2012 - Ankunft in Bangkok

Landung puenktlich um 18 Uhr auf dem Suvarnabhumi International Airport. Wollte eigentlich mit dem Flughafen Shuttle Bus (guenstig) in die Stadt reinfahren. Aber den gibt's zu meinem Erstaunen nicht mehr. Deshalb weil mittlerweile deer Skytrain Airport Link (Hochbahn) in Betrieb genommen wurse. Mit dem kommt man zwar auch fuer nen guten Euro in die Innenstadt, jedoch nicht in die Kao San Road, dem Backpacker-Zentrum im Stadtteil Banglampoo. Also brauche ich doch noch ein Taxi von der Endhaltestelle des Skytrains.

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10.03.2012 - Relaxen

Heute steht nur Ausruhen und Shoppen auf dem Weekend Market im Norden der Stadt auf dem Programm. Habe drei Tage Stopover hier in Thailand bevor der naechste Air Asia Flieger nach Sumatra geht.

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11.03.2012 - Tempel Wat Pho

Schaue mir mal wieder den Tempel Wat Pho an. Den kann man zu fuss von der Kao San Road erreichen. Der hat auch einen Seiteneingang an dem man sich die Eintrittsgebuehr spart. Ich finde es sowieso ungerecht, dass hier die Auslaender ("Farang") Eintritt bezahlen sollen und die Thais nicht oder nur einen Bruchteil. Ausserdem habe ich in diesem Land wirklich schon genug Geld liegengelassen und schon deshalb keine moralischen Bedenken.

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12.03.2012 - Thai Massage Schule

Habe hier vor sechs Jahren nen einwoechigen Kurs in Traditioneller Thai Massage besucht, aber vieles wieder vergessen. Es bietet sich also an, bei einen eintaegigen Auffrischungskurs das Vergessene wiederzulernen. Die Tempelschule gleich neben dem Wat Pho ist wohl die renommierteste Adresse hier in Thailand.

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13.03.2012 - Flug nach Medan

Mein Air Asia Flug QZ8085 geht erst heute Abend um acht nach Sumatra. Bleibt also genuegend Zeit um tagsueber hoch nen Tempel anzuschauen von denen es in Bangkok ueber vierhundert geben soll. Der Wat Arun am Chao Phraya Fluss ist auch nicht weit weg. Auf den kann man auch raufklettern (Vorsicht steile Stufen!) um eine schoene Aussicht auf den Fluss und die Stadt zu bekommen.
Um sicherzugehen, nicht den Flug zu verpassen nehme ich einen Shuttle Service gute vier Stunden vor Abflug zum Flughafen. Und das erweist sich auch als gut so. Denn der Verkeher in Bangkok ist vor allem am Feierabend ne Katastrophe. Fuer die 4 Kilometer zum Superhighway benoetigt der Minibus fast zwei Stunden. Die uebrigen 15 Kilometer gehen dann relativ schell. Zwei Skandinaviern die mit im Bus sitzen haben Pech und verpassen ihren Flug. Bedeutet: neu buchen und neu bezahlen. Ich jedoch erreiche meinen QZ8085 und bin gegen 22 Uhr in Medan auf der Insel Sumatra in Indonesien.
Sumatra ist etwa so gross wie Deutschland, Oesterreich und die Schweiz zusammen. Die Nord-Sued-Entfernung betraegt 1800 Kilometer, die breiteste Stelle etwa 400. Hier leben nur etwa 48 Millionen Menschen. Im Innern gibt es etwa 50 Vulkane von denen 9 noch aktiv sind. Bekannt wurde Sumatra auch durch den Tsunami 2004 als zehntausende umgekommen sind. Vor allem die noerdliche Provinzhauptstadt Banda Aceh hat es ahrt getroffen.
Nach der Immigration benoetige ich erst mal indonesische Rupiah um bezahlen zu koennen. Der Kurs ist derzeit 1:12000. Da habe ich mir erst mal 2 Millionen am Geldautomaten gezogen. Mit den Taschen voller Geld will ich jetzt in die Stadt rein. Habe auch schon ein Zimmer im Hotel Zakia telefonisch im Voraus reserviert. Als ich schon im Taxi sitze kommt noch so ein Typ daher und will 5000 fuer Stand- bzw. Parkkosten des Taxis von mir abkassieren. Ich glaube die wollen mich neppen. Also steige ih aus und nehme ein Becak (motorisiertes Rikscha) am Strassenrand fuer 20000. Das Hotel ist zwar etwas vergammelt aber doch einigermassen sauber. Was will man fuer 10 Euro auch mehr erwarten. Da stoert es auch nicht, wenn der Wasserhahn der Dusche defekt ist und man die Dusche insofern zum Plaetschern bringt, als dass man den abgeknickten Duschschlauch gradebiegt und nach dem Duschen wieder umknickt. Auch ne SIM Karte fuer mein Handy lege ich mir gleich zu. Kostet niht viel und brauchen tut man's halt doch mal. "simpati" ist wohl die gaengigste Telefongesellschaft hier. Zum Freischalten braucht man aber einen Indonesier, oder zumindest einen der die Sprache kennt. Den hab ich dann auch noch am Strassenrand "aufgegabelt".

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14.03.2012 - Busfahrt nach Brastagi

Habe heute frueh zufaellig beim Schlendern durch Medan einige Sattlereien gesehen von denen eine auch Nylontaschen anfertigt. Bin gleich zum Hotel zurueck und habe meinen in die Jahre gekommenen Rucksack geholt und vorbeigebracht. Fuer nur 2 Euro haben die mir den in einer Stunde generalueberholt und runderneuert. Loecher und Naehte ausgebessert und neue Schlagoesen reingemacht. Jetzt sollte er nochmals 20 Jahre halten! Beim Mittagessen im 'Corner Cafe' ueberfallen mich zirca 10 Schulmaedchen und wollen ein Interview in Deutsch von mir. Na meinetwegen - man will ja nicht unhoeflich sein. Die Fragen sind fein saeuberlich in deutsch auf Papier geschrieben und werden von den Maedels in eher unverstaendlichem Deutsch an mich gerichtet (da muss ich die Fragen schon selbst ablesen). Das ganze wird per Handyvideo aufgenommen. "Wie heissen Sie?", "Wo kommen Sie her?" sind noch die einfacheren Fragen. Spaeter wird's dann schwieriger: "Was glauben Sie ist die Bestimmung von Indonesien?" - woher soll ich das wissen? "Wie ist die Stellung von Indonesien in der Welt?" - Keine Ahnung, auf diese Frage bin ich nicht vorbereitet ! Nach etwa 10 Minuten hat der Spuk ein Ende und ich kann mich endlich meinem nur noch lauwarmen Mittagessen widmen. Jedenfalls nehme ich fortan immer einen grossen Bogen um eine Gruppe aelterer Schuelerinnen. Und kommen die dann doch mal zielstrebig auf mich zu, kommt es noch bevor die Luft holen koennen von mir wie aus der Pistole geschossen: "no interview!".
Nachmittags nehme ich ein Becak fuer 30000 ausserhalb der Stadt zum Busbahnhof nach Brastagi. Die Fahrt dorthin dauert etwa 2 Stunden und geht stetig den Berg hoch. Das Busfahren hier hat sich nicht veraendert in den letzten Jahren. Die fahren immer noch geisteskrank durch die Gegend und ueberholen staendig an unuebersichtlichen Stellen. Gibts mal nen Unfall, so bleibt der Schrott einfach am Strassenrand stehen. Im Laufe der Zeit ueberwuchert das Wrack und die Natur holt sich's zurueck. Brastagi liegt etwa 1300 m hoch zwischen zwei Vulkanen. Hier ist das Klima weit aus ertraeglicher als in Medan. Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Untergekommen bin ich im Wisma Sibayak Guesthouse, einer beliebten Traveller Unterkunft. Grosse, saubere und geraeumige Zimmer mit angeschlossenem Bad fuer ca. 8 Euro. Die Dusche ist jedoch wie fast ueberall in Indonesien ein "Mandi". Sprich man hat nen grossen Bottich mit Wasser und einer Schoepfkelle mit der man sich begiesst.

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15.03.2012 - Guning Sibayak

Heute nehme ich mir den kleineren der beiden Vulkane, den 2300 Meter hohen Gunung Sibayak vor. Den kann man locker in einem Tag besteigen. Er ist noch aktiv und zuletzt vor 350 Jahren ausgeborchen. Ich hoffe er wartet mindestens noch einen weiteren Tag mit dem nächsten Ausbruch. Da das Wetter hier nachmttags unbeständig und regnerisch werden kann heisst das um 7 Uhr aufstehen, fruehstuecken und ran an den Berg. Vom Guesthouse bekomme ich nen Zettel mit ner Uebersichtskarte der Umgebung. Der gruene Minibus mit der roten Aufschrift "Kama" bringt mich fuer 2000 zum Eingang des Parks. Von da an geht es erst mal ne Weile steil bergauf auf einer befestigten Strasse. Dort wo die endet fuehrt nur noch ein steiler Fusspfad durch den dichten Dschungel bergauf. Weiter oben hat man einige Geroellfelder zu ueberqueren um an den Kraterrand zu gelangen. Laut Plan dauert der Aufstieg etwa 3 Stunden. Wenn man aber einigermassen fit und durchtrainiert ist schafft man es auch in einer Stunde und 10 Minuten. Und das auch ohne Guide. Hier oben stinkt es gewaltig nach Schwefel. Die Gase werden mit lautem Getoese aus vielen Spalten des Vulkans herausgedrueckt. Das Wetter ist noch stabil und die Aussicht ueber die dschungelbewachsenen Berghaenge toll. Bergab nehme ich ne andere Route an deren Ende es heiße Quellen geben soll. Den Einstieg zu diesem Weg zeigt mir der Guide einer anderen Gruppe. Der Abstieg ist jedoch weitaus schwieriger als der Aufstieg. Denn der Weg durch den Dschungel ist sehr schmal und teilweise nur einen Meter hoch weil schon wieder zugewachsen. Haette hier dringend ne Machete gebraucht. Es sind zwar hunderte von Stufen in den Berg gehauen doch die sind von den vielen Regenfaellen ausgewaschen und sehr rutschig. Mit den a....glatten Sohlen meiner alten Turnschuhe war das wohl nicht so ne gute Idee hier runterzusteigen. Ein paar Mal haette es mich beinahe auf die Fresse gehauen (sorry fuer den Ausdruck). Das kommt davon wenn man kein ordentliches Schuhwerk dabei hat! Ich hoffe nur, dass der Weg nicht irgendwo endet und ich im (Regen-)Wald stehe. Das gute ist, dass man vom Weg nicht abkommen kann, denn der Urwald ist hier so dicht, dass man keinen Meter weit kommt. Nach knapp anderthalb Stunden ist die Tortur dann vorbei. Der Wald lichtet sich so allmaehlich und kurze Zeit spaeter komme ich doch tatsaechlich 'unverletzt' an den heissen Quellen an. Da tut ein laengeres Fussbad den geschundenen und aufgeschuerften Beinen ganz gut (lange Hosen anstatt kurze waeren angemessen gewesen!). Doch von hier aus muss ich wieder zurueckkommen in die Stadt. Nach Brastagi von wo ich gestartet bin sind es einige Kilometer. Es gibt auch ne Strasse dorthin. Aber bis ich einen fahrbaren Untersatz finde dauert es noch ne Stunde. Endlich haelt ein Minibus an. Der ist schon voll beladen mit einheimischen Bauern und deren Gemuese das die wohl zum Markt bringen wollen. Eingepfercht zwischen getrocknetem Gras, tonnenweise Karotten und neun weiteren Personen komme ich dann am fruehen Nachmittag doch wieder nach Brastagi zurueck.

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16.03.2012 - Fahrt zum Lake Toba

Heute steht ein stressiger Reisetag bevor. Denn ich will zum Lake Toba, der Hauptattraktion auf Sumatra. In meinem Guesthouse geben die mir noch vor der Abreise einen Plan mit auf den Weg, wie man dorthin kommt mit oeffentlichen Verkehrsmitteln: Zunaechst fuer 3000 Rupiah mit dem Minibus nach Kabanjahe. Und von dort fuer 20000 in 3 Stunden mit der Bus Company Sepadan nach Siantar. Der Bus in dem ich sitze gleicht aber eher einem Viehtransporter, so eng eingepfercht sitzt man da und kann sich kaum bewegen. Dazu droehnt noch ueberlaute indonesische Volksmusik aus den Boxen. Hoffentlich trage ich keinen Gehoerschaden davon. Spaeter wird die Musik zwar etwas besser denn es laeuft in die Jahre gekommene Pop- und Rockmusik wie z.B. die Scorpions, die Lautstaerke bleibt jedoch an der Schmerzgrenze. Spaeter in Simatar hat's dann doch ein Minibusfahrer geschafft mich uebers Ohr zu hauen. Kassiert von mir 20000 fuer die Fahrt nach Prapat am Tobasee, faehrt aber nur einmal um den Block, laedt mich an einem anderen Minibus ab und gibt dem Fahrer 10000 die anderen zehn behaelt er selbst. Habe jedoch keine Lust mich wegen 80 Cent mit dem anzulegen und ewig herumzudiskutieren. Soll er gluecklich werden mit dem vielen Geld! Fuer die 10000 kann er nicht mal ein Bier kaufen. Weitere 1,5 Stunden spaeter komme ich dann endlich in Parapat am Lake Toba an. Dort wartet schon die Faehre zur Insel Samosier und dem Touristenort Tuk Tuk. Was der Busfahrer mit seiner graesslich lauten Musik nicht geschafft hat, schafft die Faehre beinahe doch: naemlich mir das Trommelfell zu zerreisen. Denn ueber 10 Minuten ertoent eine jetzt ueber der Schmerzgrenze lauten Kojek-Sirene um auch noch dem letzten in der Stadt mitzuteilen, dass die Faehre jetzt ablegt. Eine halbe Stunde spaeter auf der Insel Samosir lasse ich mich von einem Motorradtaxi am "Liberta Guesthouse and Homestay" absetzen. Ein neuer Holzbungalow mit Blick auf den See, sowie Warmwasser UND einer funktionierenden Dusche bekommt man hier fuer 6 Euro. Es gibt auch noch Zimmer fuer 3 Euro, doch die will ich erst gar nicht sehen.

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17.03.2012 - Inselrundfahrt mit dem Moped

Also der Tobasee ist der groesste Kratersee der Welt und einiges groesser als der Bodensee. Mitten im See befindet sich eine grosse Insel. Die heisst Samosir und ist etwa so gross wie Ibiza. Genaugenommen ist es eine Halbinsel da sie ueber einen schmalen Streifen mit dem Festland verbunden ist. Genaueres koennt ihr im Wiki nachlesen: Tobasee . An der Ostseite von Samosir befindet sich wiederum eine Halbinsel mit etwa 3km Durchmesser, die heisst so wie der Touristenort da drauf, naemlich Tuk Tuk. Hier geht's noch recht ruhig zu. Unterkuenfte im Ueberfluss in jeder Preisklasse aber momentan relativ wenige Touries. Jedenfalls vermietet mir der Besitzer meiner Unterkunft eines seiner Mopeds fuer 7000 am Tag (vollgetankt). Will heute mal die ganze Insel umrunden (124km). Da gibt's ne mehr oder weniger gute Strasse drum herum. Ins Innere kann man nicht fahren, da das sehr gebirgig ist. Nach ner halben Stunde halte ich an einer kleineren Ortschaft an. Dort finden taeglich Tanzauffuehrungen des Batak Stammes statt. Das ist die hier lebende Bevoelkerungsgruppe. Die wohnen in den Haeusern mit den geschwungenen Daechern. Die Vorfuehrung ist ganz nett aber nichts spektakulaeres, man muss auch mal was kulturelles machen. Die Leute hier sind zumeist christlich und am heutigen Samstag finden, so scheint es, viele Hochzeiten hier statt. Ich komme an drei Feierlichkeiten vorbei, halt aber nur an der ersten an um mir das mal aus der Naehe anzusehen. Die Leute sind sehr nett und zuvorkommend. Laden mich zum Essen und Trinken ein. Aber ich lehne ab weil ich nicht stoeren will, nicht ohne einige Fotos zu schiessen.
An der suedlichen Inselkueste ist die Strasse so schlecht, dass man eigentlich ne Enduro braucht um durchzukommen. Nur unbefestigte Stein- und Staubpisten. Aber in langsamer Fahrt meistert das auch mein Honda Roller. Hoffentlich bekomme ich keinen Platten, denn die Gegend hier ist sehr duenn besiedelt. Die Aussicht waehrend der Fahrt von der Insel auf den See und das umliegende Festland ist jedoch grandios. Am Spaetnachmittag bin ich dann doch heil und unfallfrei wieder zurueck in Tuk Tuk. Was noch einige Tage bleiben wird ist der Sonnenbrand den ich mir beim Fahren geholt habe. Abends trifft man sich hier in Roy's Pub bei Lifemusik und Bintang Bier.

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18.03.2012 - Ruhetag

Heute wird mal nix gemacht. Schliesslich bin ich im Urlaub und nicht auf der Flucht. Nicht weit von meinem Guesthouse liegt das Hotel TABO. Das bietet Sonntags immer ein Fruehstuecksbuffet fuer 55000 "all you can eat" von 8-10 Uhr mit Schwarzbrot "deutscher Art". Genau das was mir hier gefehlt hat. Ausserdem muss ich unbedingt mal im See schwimmen gehen. Der ist mit geschaetzten 25 Grad relativ warm und das Wasser ziemlich klar und erfrischend. Am Spaetnachmittag nach dem taeglichen kurzen Regenguss bietet es sich an nochmal ne Runde zu lauafen nachdem das gestern frueh so gut geklappt hat.

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19.03.2012 - Fahrt nach Tanjung Balai

Was mich hauptsaechlich in Sumatra interessiert hat habe ich gesehen, den Tobasee. 500 km suedlich von hier gibt's ne aehnliche Gegend in den Bergen die sehr schoen sein soll. Doch bei den Strassenverhaeltnissen hier bedeutet das eine Busfahrt von 15-20 Stunden (und wieder zurueck). Das muss ich mir nicht geben. Deswegen aendere ich meine Reiseplaene und will mit einer Faehre rueber nach Malaysia. Bis zur Kuestenstadt Tanjung Balai von wo aus taeglich ein Speedboot in gut 4 Stundnen die 'Strasse voon Melakka' nach Kuala Lumpur ueberquert sind es 'nur' 5 Stunden mit dem Bus. Mit Umstieg in Siantar komme ich dort auch am Nachmittag an, ohne dass mich einer bescheissen will (jedenfalls habe ich nicht den Eindruck). Hier angekommen stehe ich erstmal vor drei Problemen: 1.) habe keinen (Stadt-)Plan, 2.) kein Hotel und 3.) keine Ahnung wann und wo die Faehre nach Malaysia ablegt. Und sehr schnell kommt noch ein 4. Problem dazu: Hier spricht keiner englisch. Nach ner Viertelstunde ist das 4. Problem wenigstens zum Teil geloest. Einer der hier am Busbahnhof herumsitzenden Becak-Fahrer spricht etwas englisch. Nach weiteren 10 Minuten habe ich ihm, so denke ich, klargemact was ich will. Und eine 2-stuendige Becak Taxifahrt beginnt. Zunaechst geht's raus an den 10 km entfernten Hafen. Die Faehre nach Malaysia ist noch nicht da. Die kommt erst heute abend und faehrt morgen frueh um 11 wieder zurueck, so erfahre ich. Ticket kann man hier auch keines kaufen. Das gibt's nur an einem der Ticketoffices in der Stadt. Also wieder rein nach Tanjung Balai. Im Ticketoffice im Hotel Malahayati bekomme ich auch ohne Indonesischkenntnisse einen Fahrschein fuer 300000 Ruphia (25 Euro). Bleibt noch das Unterkunftsproblem. Nach ner weiteren Stunde Irrfahrt und dem Begutachten mehrerer Hotels lasse ich mich wieder an meinem Hotel mit dem Ticketoffice absetzen weil es mit 13 Euro vom Preis-/Leistungsverhaeltnis wohl das Beste hier ist. Ich glaube ich bin der einzige Auslaender hier, denn die Leute schauen mich an wie einen Ausserirdischen. Und die Kinder rennen mir staendig hinterher. Wann hat man schon mal einen Alien in der Stadt?
Muss noch ein Lob an die indonesische Schneiderei loswerden. Bin schon seit mehr als 2 Jahren auf der Suche nach ner passenden Reisebrieftasche. Meine ueber 20 Jahre alte von Jack Wolfskin faellt schon fast auseinander und wurde schon mehrfach geflickt. Dieser Typ wird leider nicht mehr hergestellt, auch nicht von anderen Outdoor Ausruestern. Ich konnte jedoch einen pfiffigen Schneider hier mit 'Hand und Fuss' ueberreden mir einen neuen nach Vorlage des alten herzustellen. Meine alte Brieftasche hat er kurzerhand 'ausgeschlachtet', sprich Saum, Reiss- und Klettverschluesse sowie den Traeger abgetrennt und in die identisch aussehende neue Brieftasche integriert. Und das fuer gut 4 Euro in einer Stunde. Die kann man halt doch was machen lassen, die Indonesier !

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20.03.2012 - Bye bye Indonesien

Um 9 heute frueh geht's dann vom Hotel mit dem Minibus raus zum Hafen. Hier geht es zu wie im Huehnerstall, alles absolut chaotisch. Die endlosen Passformalitaeten erledigt zum Glueck ein Agent des Ticketoffices. Der spricht auch etwas englisch. Gegen 12 Uhr legt dann das Speedboot von 'Pacific Jetstar' ab. Einem Indonesier der neben mir sitzt muss ich die Immigration Card fuer Malaysia ausfuellen, er kommt damit nicht zurecht. Ueberhaupt habe ich das Gefuehl, dass es in ganz Sumatra nur einen einzigen Kugelschreiber gibt, und den besitze ich. Vier Stunden spaeter legt die Faehre dann in Port Klang, dem Hafen von Kuala Lumpur, oder 'KL' wie es hier nur genannt wird, an. Die Immigration verlaeuft reibungslos, nur einen Geldautomaten oder eine Wechselstube gibt es hier nicht. Gleich neben der Immigration geht ne Bahn mit der man in die Stadt reinkommt. Aber um eine Fahrkarte zu bekommen brauche ich malaysische Ringit. Doch die Frau am Schalter laesst sich erweichen und nimmt auch ueberteuerte 4 US Dollar. Kuala Lumpur ist eine moderne und sehr saubere Stadt, ein Quantensprung zu Indonesian, auch was die Preise angeht. Habe dann doch noch eine guenstige Bleibe fuer 50 Ringit (ca. 13 Euro) im Anjuan Guesthouse im Bezirk Bukit Bintang gefunden. Allerdings hat das Zimmer nur 5 Quadratmeter und kein Fenster. WC und Dusche auf dem Stockwerk, selbstverstaendlich. Wenigstens ne funktionierende Klimaanlage ist installiert.

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21.03.2012 - KL an einem Tag

War zuletzt vor 10 Jahren hier in KL. Hat sich einiges geaendert seither. Deshalb nehme ich mir den heutigen Tag Zeit, um die Stadt nochmals zu inspizieren. Zunaechst nehme ich die Monorail Stadtbahn zum Petronas Twin Tower, die beiden ueber 400 Meter hohen Zwillingstuerme. Kann aber erst gegen Mittag da rauf, da vormittags schon alle Fuehrungen ausgebucht sind. Ist auch mit 50 Ringit nicht grade billig. Deshalb geht's vorher auf den Fernsehturm rauf. Da muss man nicht voranmelden und hat auch ne tolle Aussicht ueber die Stadt. Nach dem Fernsehturm dann Rueckmarsch zu den Twin Towers. In der Shopping Mall im Erdgeschoss erfahre ich, dass dieses Wochenende Formel 1 in Sepang, Malaysia nicht weit von hier ist. Petronas ist bekanntlich Sponsor des Mercedes Teams. Die haben hier einen grossen Verkaufs- und Vorfuehrstand aufgebaut. Und heute Nachmittag um 17:30 gibt's ne PR Aktion mit Autogrammstunde der beiden Formel 1 Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg. Bis dahin habe ich noch eineige Stunden Zeit und schaue mir die Innenstadt und die Chinatown von KL an. Denn hier leben sehr viele Chinesen. Ein Autogramm von Schumi zu bekommen wird schwierig, denn da warten schon hunderte von Fans. Aber egal, ein paar Fotos tun es auch.

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22.03.2012 - Weiter nach Ipoh

Nach zwei Tagen verlasse ich heute wieder KL und nehme den Bus nach Ipoh, einer groesseren Provinzhauptstadt 3 Stunden noerdlich von KL. Die Autobahn dorthin macht einen besseren Eindruck als unsere deutschen Highways. Eigentlich wollte ich mir morgen hier ein Moped mieten und mal die tolle Gegend hier abfahren. Aber in der ganzen Stadt kann man kein einziges Zweirad mieten. Und das obwohl die hier zu tausenden rumfahren! Das verstehe wer will. Und ein Taxi fuer einen Tag kostet 250 Ringit. Das sind auch fast 70 Euro. Gluecklicherweise habe ich noch kein Hotel hier gebucht. Sprich, Ipoh faellt ins Wasser und ich nehme den naechsten Bus der mich in 2 Stunden auf die Insel Penang bringt. Zu empfehlen ist dort das Star Guesthouse. Sehr saubere Zimmer zu erschwinglichen Preisen.

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23.03.2012 - Inselrundfahrt in Penang

Kaum zu glauben, aber in Penang kann man doch tatsaechlich Mopeds ausleihen. Der Besitzer meines Guesthouses (ein aelterer,zahnloser Mann) verleiht mir eine nicht ganz so alte Honda, die aber noch gut im Schuss ist, fuer 30 Ringit am Tag. Und so kann ich wenigstens mal Penang erkunden, wenn's schon in Ipoh nicht geklappt hat. Die Insel misst etwa 20km im Durchmesser und ist wegen seiner multikulturellen Einfluesse so interessant. Hier leben Chinesen, Malyaen, Araber, Inder und Christen Tuer an Tuer. Mehr Infos im Wiki: Penang . Eine schoene Aussicht auf die Stadt hat man vom Penang Hill aus. Da kommt man am Besten mit der Drahtseilbahn rauf.

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24.03.2012 - Faehrfahrt ueber Langkawi nach Koh Lipe

Heute geht's mit der Faehre zunaechst etwa 100 km nach Norden zur malaysischen Ferieninsel Langkawi. Und von dort am Nachmittag weiter mit nem privaten Speedboot auf die Insel Koh Lipe, die gleich neben dem Koh Tarutao Nationalpark liegt. Koh Lipe liegt nicht weit von Langkawi entfernt und gehoert schon zu Thailand. D.h. wieder mal Passformalitaeten erledigen. Doch das geht auf der nur 3 km grossen Insel recht locker zu. Da sitzt ein junger Thai der Immigration Behoerde in Bermudas und im T-Shirt in ner Bretterbude und macht mir den Stempel in den Pass. Wenn's nur ueberall so schnell und unkompliziert gehen wuerde! Auf Koh Lippe und den umliegenden Inseln leben thailaendische Seezigeuner. Da die Insel nicht zum Nationalpark gehoert kann man auch als Tourist hierher. Ausser Schwimmen, Schnorchel und "Chillen" kann man hier nicht so sehr viel tun. Aber das reicht ja auch erstmal aus.

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25.03.2012 - Inselhüpfen

Von Insel zu Insel: Koh Lipe - Trang - Koh Muk - Koh Ngai - Koh Lanta - Koh Phi Phi - Koh Puket.

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