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BILDER CHINA

China 2012

17.11.2012 - 60. Tag Chengdu

Meine Unterkunft hier, das Sim’s Cozy Garden Hostel haelt all das was der Lonely Planet Reisefuehrer verspricht: Inmitten der zubetonierten Grossstadt ein Backpacker wie ich ihn noch keinen in China gesehen habe. Zwei schoene im chinesischen Stil angelegte Gaerten in einem Innenhof einer Haeuserzeile. Rings um den Innenhof die Zimmer auf 3 Stockwerke verteilt. Ausstattung mit Fernseher, Videorecorder, Wifi. Alles tip top sauber und technisch in Ordnung. Die Staff an der Reception ist sehr freundlich und zuvorkommend. Gleich neben der Rezeption das Buero um Touren und Tickets zu buchen, viele Info’s und Tipps. Auch integriert ein Pub mit einem Restaurant, sowie Tischfussball, Tischtennis, etc. – es fehlt an nichts.
Habe gleich fuer heute Vormittag eine Halbtaestour fuer DIE Attraktion Chengdu’s im Sim’s gebucht: Die Forschungs- und Aufzuchtstation von Panda Baeren liegt nur ein paar Kilometer vom Hostel entfernt. Um acht geht’s schon los weil die Panda’s um neun gefuettert werden und deshalb am aktivsten sind. Danach legen sie sich auf die faule Haut oder haengen in den Baeumen ab. Momentan sind 87 Panda’s aller Altersklassen in den Gehegen. Sowohl die mehr bekannte schwarz-weisse Rasse (der Grosse Panda) als auch die kleineren Verwandten Roten Panda’s. Bei der Geburt wiegen die tatsaechlich nur ein paar hundert Gramm, also etwa 1/100 ihres spaeteren Gewichts und aehneln eher einem Wurm als einem Baer. In freier Wildbahn leben nur noch etwa 1000 von ihnen.
Am Nachmittag nehme ich die Buslinie 1 und fahre zur WuHou Tempelanlage. Muss mir mal ein paar chinesiche Tempel ansehen, Hindutempel kenne ich jetzt reichlich viele. In den Bussen laeuft das so, dass man abgezaehlt 2 Yuan in eine Box beim Einsteigen reinwirft und dann solange fahren kann bis man aussteigt. Hat man keine 2 Yuan bezahlt man halt mehr.   Danach laufe ich rueber zum nicht weit entfernten „Peoples Park“: Eine gruene Oase inmitten dieser grossen 4-Millionen Stadt in der es ansonsten an Gruenflachen fehlt. Jedoch keine Oase der Ruhe. Denn vor allem am Wochenende (und heute ist Samstag) stroemt das ganze Volk in den Park und macht seinem Namen alle Ehre. Die Leute singen, tanzen, musizieren oder gehen nur spazieren. Hier ist ganz ordentlich was los. Auch paddeln mit dem Ruderboot auf dem kleinen See ist moeglich.   Was in Chengdu ansonsten positiv zu erwaehnen ist, dass fast alle Mopeds und Roller elektrobetrieben sind. Es ist kaum mal ein Geknatter zu hoeren. Auch sehr viele E-Bikes sind unterwegs. Auch die Temperaturen hier sind noch erträglich. Es ist zwar etwas kühler als in Kathmandu tagsüber, aber mit etwa 20 Grad immer noch frühlingshaft warm.

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18.11.2012 - 61. Tag Leshan

Ans frueh aufstehen habe ich mich ja jetzt schon gewoehnt. Also auch heute denn es steht ne anderthalb Tagesetappe von Chengdu im Kanton Sichuan bis nach Lijang im suedlich gelegenen Kanton Yunnan an. Unterbrochen wird die Etappe heute Nachmittag in Leshan. Mithilfe ein paar schriftlichen Info’s in chinesischer Schrift von der Rezeption des Sim’s Hostel komme ich problemlos mit nem Localbus zum Busbahnhof Xinnanmen im Sueden Chengdu’s. Auch ein Busticket nach Leshan bekomme ich indem ich der Dame am Schalter die chinesische Uebersetzung des Namesn „Leshan“ im Reisefuehrer zeige. Die Busse fahren staendig und die Fahrt dauert nur 2,5 Stunden. Die zubetonierte Innenstadt Chengdu ist alles andere als attraktiv. Aber noch umso weniger sind es die Vororte mit den vielen Wohnsilo’s die wie Pilze aus dem Boden schiessen – ueberall wird hier gebaut.
In Leshan halte ich nicht nur so zum Spass, sondern um mir dort den uebergrossen 1200 Jahre alten Buddha anzuschauen, der dort in eine Felsklippe am Dadu Fluss gehauen wurde. Und der ist nicht nur gross, sondern wirklich riesig. Mit 71 Metern Hoehe die hoechste Buddha Statue der Welt. Ueber 100 Jahre hat es gedauert den fertigzustellen. Zur Vorstellung ein paar Daten: Ohrdurchmesser 7 m, Schulterspannweite 28 m und die grossen Zehen sind 8,5 Meter lang. Und nicht nur den hoechsten Buddha kann man hier bewundern sondern auch den laengsten. Der liegende Buddha misst stolze 170 Meter Laenge und wurde auf der anderen Seite des Felsens reingehauen.
Um 16 Uhr geht’s dann mit dem Localbus Nr. 13 zur Xiaoba Busstation in Leshan und von dort mit nem weiteren Bus ins 45 Minuten entfernte Emei. Denn dort befindet sich der naechste Bahnhof. Bin mal gespannt auf die erste Zugfahrt in China. Das Ticket haben mir die Jungs vom Sim’s Hostel gestern Abend noch besorgt. Um 21:20 faehrt der Nachtzug bis Panzhihua und von dort morgen frueh mit dem Bus weiter nach Lijang. Mittlerweile habe ich mich daran gewoehnt mit „Haenden und Fuessen“ zu sprechen damit mich die Chinesen verstehen – klappt ganz gut bis jetzt. Am Bahnhof in Emei laeuft das in etwa genauso ab wie an Flughaefen. Wenn man rein will wird zunaechst mal das Gepaeck gescannt und ne Personenkontrolle durchgefuehrt. Und auf den Bahnsteig kommt man auch nicht einfach so. Die Tueren (Gates) bleiben zunaechst verschlossen. Erst Minuten bevor der Zug eintritt wird das entssprechende Gate geoeffnet und man darf unter Begleitung einer Bahnbediensteten den leeren Bahnsteig betreten. Die sorgt dann auch dafuer, dass das Warten auf den Zug gesittet vonstatten geht. Je nach Ticket und Platzreservierung hat man sich an der jeweiligen Haltestelle des Wagens in einer Reihe aufzustellen. Und wehe einer spurt nicht, dann wird sie laut und bruellt aggressive in ihr Mikrofon. In dem Moment als der Zug einfaehrt ist das jedoch alles Makulatur. Denn jeder Chinese will zuerst einsteigen. Grade weil sich niemand laenger am Bahnsteig aufhalten darf ist der tip-top sauber und gepflegt. Kein Unrat, Essensreste und keine Penner liegen hier herum. Habe auch keine einzige Ratte gesehen. Also der krasse Gegensatz zu indischen Bahnhoefen. Auch im Zug bin ich positiv ueberrascht ueber die Sauberkeit und Gepflegtheit. Pro 2. Klasse Kabine sind es 2x 3 Stockbetten. Das Bettzeug ist schon gerichtet. Kissen und Decke werden natuerlich auch gestellt. Dann kommt die Schaffnerin sammelt die Tickets ein und ordnet sie fein saeuberlich in einer Mappe ein, genauso wie es der Belegungsplan des Wagens vorsieht. So weiss die Dame genau wer wo aussteigt und kann die Leute wecken. Im Gegenzug erhaelt man eine Bordkarte zur Aufbewahrung. Punkt 22 Uhr wird dann das Licht geloescht – Bettruhe !

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19.11.2012 - 62. Tag Von Panzhinhua nach Lijang

Punkt acht laeuft der K9483 in Panzhinhua ein. Von hier aus muss ich mit dem Bus weiter nach Lijang. Der Busbahnhof liegt aber am anderen Ende der Stadt. Aber auch ohne Chinesischkenntnisse schaffe ich es einem vor dem Bahnhof wartenden Taxifahrer klarzumachen wohin ich will. Die Fahrt dauert wegen des Berufsverkehrs fast ne Stunde. Da sind die 60 Yuan (8 Euro) dann doch angebracht. Ueberhaupt hatte ich bislang in China noch nicht das Gefuehl also Tourist mehr bezahlen zu muessen als die Chinesen. Mit im Taxi sitzt noch eine junge Chinesin die sogar etwas englisch spricht. Am Bushbahnhof bekomme ich einen Fahrschen fuer 92 Yuan nach Lijang und der naechste Bus faehrt dann auch gleich um halb zehn ab. Die Strassen sind Anfangs wirklich schlecht, loechrig und holprig. Es geht nur im Schneckentempo voran. Jetzt verstehe ich auch warum der Bus fuer die 250 km sieben Stunden benoetigt. Zum Glueck bin ich das erste Stueck mit dem Zug gefahren. Die gesamte Strecke von Chengdu nach Lijang mit dem direkten Bus haette 30 Stunden gedauert. Aber auch so wird diese Fahrt endlos lange. Die Strasse wird zwar spaeter besser aber die vielen Berge rauf- und runterzufahren zieht sich. Aus der 7-Stunden Fahrt wird am Ende trotz wenig Pausen dann doch ne 9-Stunden Fahrt. Kurz vor Dunkelheit dann endlich Ankunft in Lijang. Nach ner weiteren Dreiviertelstunde Sucherei habe ich dann doch eine angemessene Unterkunft in „Mama’s Naxi Guesthouse“ gefunden. Fuer heute reicht’s wirklich. Brauche nach 2 Tagen mal wieder ne heisse Dusche und ein frisches Bett.

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20.11.2012 - 63. Tag Lijang

Die „Baisha“ Altstadt von Lijang zieht allljaehrlich rund 5 Millionen Touristen an, hauptsaechlich Chinesen und gehoert zum Weltkulturerbe. Sie war bis vor etwa 1000 Jahren das politsche, kommerzielle und kulturelle Zentrum des „Naxi“ Stammes. Und die Altstadt ist noch komplett erhalten bzw. restauriert worden. Sehr viele alte chinesische Holz- und Natursteinhaeuser in traditionellem Stil stehen eng beienander. In den vielen Gassen kann man sich leicht verlaufen (ist mir heute ein paar mal passiert). In fast allen Haeusern sind Shops, Restaurants, Souvenirlaeden oder Pubs untergebracht. Also ne riesiege Shoppingmeile die tag-taeglich von tausenden von Chinesen und einigen Langnasen (so werden wir Europaer in China bzeichnet) bevoelkert wird. Ausserdem wird die Altstadt von vielen Kanaelen durchzogen die frueher fuer Frischwasserzufuhr sorgten. Alles in allem ein sehr romantisches Staedtchen mit vielen Moeglichkeiten chinesisch, tibetisch oder generall asiatisch essen gehen zu koennen. Einen sehr guten Ueberblick ueber die Stadt erhaelt man vom obersten Stockwerkes des Tempels auf dem Shizi Shan (Lion Hill). Und das lassen sich die Chinesen mit 15 Yuan bezahlen.   Mit dem „Mama’s Naxi Guesthouse“ habe ich ne gute Wahl getroffen denn die Mama kuemmert sich echt ruehrend um das Wohl ihrer Gaeste. Und gekocht wird dort auch gut, auch das Preis-/Leistungsverhaeltnis stimmt noch.

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21.11.2012 - 64. Tag Von Lijang nach Dali

Heute ist mal wieder ein Reisetag eingeplant. Und zwar geht’s Richtung Sueden in’s etwa 185 km entfernte Dali. Die Reiserichtung ist jetzt generell Sueden, denn da liegt Laos und darunter Thailand, meine Endstation. Ausserdem wird’s auch Zeit wieder in waermere Gefilde zu kommen. Denn in China und Nepal ist es nachts doch einigermassen kalt und Heizungen haben die nicht. Um nach Dali zu kommen nehme ich den Zug. Denn die Strecke dorthin ist neu und die Fahrtzeit mit 2 Stunden kurz. Die Strecke mit dem Bus geht ueber die Berge und die Fahrt dauert mehr als doppelt so lange. Also gegen Mittag auschecken bei Mama’s Naxi und mit dem Bus Nr. 4 ganz raus aus der Stadt zum Bahnhof. Der Vierer war tatsaechlich der richtige (nach Angaben von „Mama“) und 45 Minuten spaeter stehe ich am Bahnhof. Das neue futuristische Bahnhofsgebaeude gleicht aber eher einer Abflughalle eines Flughafens. Riesengross, mit Spiegelglas ueberzogen und innen alles wie aufgeschleckt sauber. Mancher internationale Flughafen waere froh er haette so ein Gebaeude. Wenn man bedenkt dass hier taeglich nur ein paar wenige Zuege abfahren bzw. ankommen ist das weit ueberzogen. Aber die Chinesen protzen halt mit allem was sie haben. Ein Ticket fuer 30 Yuan am Schalter zu bekommen ist jetzt auch keine Huerde mehr. Auch in Lijang dasselbe Procedere wie in Emei. Der Bansteig darf erst kurz vor der Fahrt betreten werden. Warum der Zug doppelt so schnell wie der Bus ist wird schnell klar. Die Chinesen haben die Berge zwischen Lijang und Xiaguan City durchloechert wie Schweizer Kaese. Es waren handgezaehlte 35 Tunnels. Den groessten Teill der 185 km langen Strecke faehrt man praktisch unterirdisch waehrend der Bus sich drueber quaelen muss. Fehlt nur noch dass die Chinesen auch Berge bewegen. Vom Bahnhof in Xiagun City bis Old Dali sind es etwa 10 km. Laut Anfahrtsbeschreibung des gestern reservierten Jade Roo Guesthouses nimmt man den Bus Nr. 8 bis zur Endstation am West Gate. Dann links abbiegen und noch 500 Meter auf dem Highway 214 laufen – und schon ist man da. Und tatsaechlich bin ich richtig abgebogen und hab’s auch auf Anhieb gefunden.

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22.11.2012 - 65. Tag Dali

Dali war bis vor einigen Jahren ein Geheimtipp fuer Backpacker zum „chillen“. Es hat eine Altstadt aehnlich der in Lijang nur etwas weitlaeufiger. Es liegt sehr schoen gelegen am ErHai Lake. Der ist etwa 250 Quadratkilometer gross. Rings um den See tuermen sich die Berge bis ueber 4000 Meter hoch. Aber wie das ueberall so ist, ist es auch hier so gekommen. Nachdem die Rucksacktoursiten den Ort fuer sich entdeckt hatten, hat es nicht lange gedauert bis der „normale“ Tourist angekommen ist. Und das sind mittlerweile auch schon sehr, sehr viele Chinesen. Die paar Auslaender dazwischen fallen kaum auf. Man kann hier Trekken, Hiken, Boot- und Radfahren und sich ein paar Dinge anschauen. Z.B. die schon erwaehnte Altstadt mit Haeusern in traditioneller chinesischer Bauweise oder aber mein erstes Ziel heute Vormittag, „Die Drei Pagoden“. Die sind das eigentliche Symbol der Stadt. Die groesste hat 16 Stockwerke, ist 70 Meter hoch und wurde urspruenglich im 9. Jahrhundert gebaut. Sie wird flankiert von zwei kleineren mit 10 Stockwerken und 42 Metern Hoehe. Der Eintrittspreis ist mit 121 Yuan (ca. 16 Euro) unverschaemt hoch. Und man kann noch nicht mal reingehen in die Pagoden, lediglich in den Park. Deshalb habe ich es vorgezogen ein paar Bilder von aussen zu schiessen. Man muss das Geld ja nicht zum Fenster rauswerfen (da kommt mal wieder der Schwabe in mir durch). Ueberhaupt haben die Chinesen Eintrittspreise die sogar bei uns wesentlich niedriger sind.
Am Nachittag wollte ich eigentlich auf einen der umliegenden Berge rauf. Da gibt’s sogar ne Seilbahn. Doch auch der Mercedes der Seilbahnen vom Typ „Doppelmayr“ aus Oesterreich muss mal gewartet werden – ausgerechnet heute ! Dann laufe ich halt den Berg rauf. Bis ganz oben reicht die Zeit jedoch nicht, mit der Seilbahn haette es funktionert. Aber gut, Hauptsache ich hatte mal wieder ein wenig Bewegung. Von hier oben hat man ne schoene Sicht auf den See und die Umgebung. Wer laenger Zeit hat als ich kann hier auch Trekken gehen. Es gibt einige Strecken die bis auf die 4000er hochreichen. Meine Unterkunft, das Jade Roo Guesthouse und das gegenueberliegende, zusammengehoerende Jade Emu sind absolut zu empfehlen. Grosse, sauber Zimmer mit TV und Videorecorder fuer umgerechnet 11 Euro. Und wem es nachts zu kalt wird der kann noch die elektrisch beheizbare Matraze des Betts einschalten. Man kann hier auch fuer ganz umsonst eine Nacht wohnen, dann wenn man gegen den Chef des Hauses im Pool Billard gewinnt. Verliert man, muss man ihm ein Bier bezahlen. Ich habe ihn spielen sehen, da hab’ ich’s erst gar nicht probiert. Heute abend ist BBQ (Grillen) angesagt in den Jade Guesthouses. Da ist die Bude voll und es fliesst viel Bier. Gute Gelegenheit wieder mal ein paar Leute kennenzulernen.

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23.11.2012 - 66. Tag Von Dali nach Kunming

Trotz Reisetag muss ich heute aussnahmsweise mal nicht frueh aufstehen. Denn die Fahrt nach Kunming dauert mit dem Bus nur 5 Stunden. Mit dem Bus deshalb, da die Bahn angeblich 2 Stunden laenger braucht. Da habe ich noch Zeit am Vormittag mir den Fischerort Xi Zhou anzuschauen. Der liegt etwa 20 km oberhalb Dali’s direkt am ErHai See. Mit dem Local Minibus kommt man fuer 7 Yuan hin. Die freundliche Chinesin vom Jade Roo Guesthouse hat mir das alles schon saeuberlich auf einen Zettel in englischer und chinesischer Sprache geschrieben damit ich auch ja nicht verlorengehe. Der Fahrer des Minibuses wirft mich dann auch tatsaechlich in Xi Zhou raus. Die Haeser hier sind im Bai Stil gebaut. Die Bai sind die ethnische Gruppe der hier lebenden Einheimischen. Die backen auch ein gut schmeckendes suesses oder gesalzenes Brot, „BaBa“ genannt. Man kann hier auch Bootfahren auf dem See. Die Chinesen werden hier busweise angekarrt und stechen mit ner ganzen Flotte Ruderboote in See. Vor lauter Boote sieht man kaum noch was vom schoenen See.
Das Busticket nach Kunming habe ich direkt im Jade roo Guesthouse gebucht. Das hat den Vorteil, dass ich direkt hier um 13:15 Uhr mit dem Taxi abgeholt und am Ueberlandbus nach Kunming abgesetzt werde. D.h. der laestige Transport mit lokalen Verkehrsmitteln entfaellt. Auch ein Zimmer im Kunming Cloudland Youthhostel hat mir die nette Chinesin an der Rezeption noch kurz vor Abfahrt telefonisch reserviert. Die Fahrt nach Kunming verlaeuft fast ausschliesslich auf einer neuen, vierspurigen Autobahn – deshalb ist wohl der Bus schneller. Auch geht es waehrend der 5-Stunden Fahrt fast ausschliesslich bergab. Gegen 19 Uhr dann Ankunft am Western Busbahnhof in Kunming. Der Flyer vom Cloudland Youth Hostel sagt mir ich solle den Stadtbus 148 nehmen. Aber bis ich den finde vergeht nochmal ne Viertelstunde und ne schwierige Fragerei an 10 Chinesen. Aber auch das hat funktioniert und der Busfahrer vom 148er laesst mich um die Ecke des Youth Hostels raus das ich dann anhand vom Lageplan auch tatsaechlich finde – geht doch!

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24.11.2012 - 67. Tag Kunming – Die Stadt des ewigen Frühlings

Kunming die Hauptstadt des Kantons Yunnan ist mit 1,1 Millionen Einwohnern eher eine Kleinstadt in China. Sie wird aber nicht umsonst als Stadt des ewigen Frühlings bezeichnet. Fast das ganze Jahr ueber gleichbleibende Temperaturen von 25 Grad tagsueber und 15 Grad nachts. Ein ideales Klima, man muss weder schwitzen noch frieren. Die Einwohner hier hinterlassen nicht den hektischen Eindruck wie z.B. in Chengdu. Alles wird (zum Glueck) etwas ruhiger angegangen, selbst der Verkehr. Man kann (noch) die 4 spurige Strasse ueberqueren ohne Gefahr zu laufen ueberfahren zu werden. Geografisch liegt die Stadt noerdlich der suedostasiatischen Staaten und dient als Sprungbrett nach Myanmar, Vietnam und Laos (mein naechstes Ziel).
Kunming an einem Tag ist fast nicht moeglich. Aber mit dem Flower & Bird Market, dem Green Lake Park und dem buddhistischen Yuantong Tempel hat man an einem Vormittag das Wichtigste gesehen. Da bleibt noch der Nachmittag um mal rauszufahren an den Dian Chi See. Der ist etwa 40 km lang und liegt direkt vor den Toren Kunmings. Mit dem Bus 54 ein Haeuserblock vom Cloudland entfernt bis zur Endstation und dort umsteigen in den 6er. Und an dessen Endstation wiederum ist man schon nach einer Stunde am See (nach Aussage der Rezeptionistin des Hostels). Sie hatte zum Glueck recht, ansonsten wuerde ich in der Pampa stehen. Am westlichen Seeufer, also wo der 6er haelt, sind die Berge von Xi Shan. Und wenn man die nicht gesehen hat, hat man Kunming nicht gesehen, so die Einheimischen. Alos marschiere ich in einer Stunde rauf. Man haette auch mit der Seilbahn rauf koennen wie ich erst oben bemerkt habe. In die steilen, teils senkrecht abfallenden Felsen haben die Chinesen jede Menge Tempel gebaut. Der an der steilsten Klippe heisst dann auch „Dragon Gate“, das Tor zum Drachen. Heute ist Samstag und mir scheint es sehr viele Chinesen wollen heute auch den Drachen besichtigen. Die Zeit ist knapp, also leiste ich mir fuer den Berg runter fuer 2,61 Euro ein Taxi. Der 6er und der 54er bringen mich dann auch wieder zurueck nach Kunming.
Zum Abendessen gibt’s heute eine Spezialitaet Kunming’s, “Guo Qiao Mixian”, im Volkmund auch “Über die Brücke Nudeln” genannt. Im Prinzip ist es eine kochende Huehnersuppe mit Reisnudeln unter einer duennen Schicht Oel. Zunaechst bringt der Kellner die Zutaten, also die gekochten Reisnudeln, rohes, ganz duenn geschnittenes Fleisch und Gemuese auf einer Platte auf den Tisch, um sicherzugehen dass alles ganz frisch ist. Danach bringt er die kochende Suppe und der Gast schiebt die Zutaten selbst in die Suppe. Das duenn geschnittenen Fleisch wird durch das kochende Wasser gar. Die Legende hinter der „Brueckennudelsuppe“ besagt, dass ein Student auf einer Insel auf sein Examen lernte und seine Frau ihm jeden Tag Essen brachte. Aber wegen der Entfernung (sie musste ueber eine Bruecke gehen) wurde das Essen immer kalt. Sie fand aber heraus, dass wenn man eine duenne Schicht Oel ueber die Bruehe tat, das Essen warm blieb.

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25.11.2012 - 68. Tag Verlorener Tag in Shilin

Heute steht ein Tagesausflug von Kunming nach Shilin an. Das liegt 120 km oestlich und ist mit dem Bus vom Eastern Bus Terminal in 2 Stunden zu erreichen. Zum Eastern gelangt man mit dem Bus 22 gleich um die Ecke des Cloudlands. Die Gegend um Shilin besteht aus einem bizarren Felsenwald aus Karstgestein. Soll sehr toll aussehen. Alle haben mir gesagt Shilin gehoert zum Pflichtprogramm, da muss man hin. Also gehe auch ich dorthin. Was im Reisefuehrer steht, ich aber erst in der ueberdimonsionierten Eingangshalle am Ticketschalter gesehen habe ist, dass die tatsaechlich 175 Yuan Eintritt verlangen. Das sind umgerechnet fast 25 Euro !!!   25 Euro nur um ein paar herumliegende Steine zu betrachten !!!   Die haben wohl ne Macke, die Chinesen !!!   Nicht mit mir !!!   Eure Steine koennt ihr selbst betrachten !!!   Also begnuege ich mich wie in Dali damit, das ganze von aussen zu fotografieren. Ausserhalb des Gelaendes liegen auch viele Steine rum. Die sind vielleicht nicht ganz so schoen wie die „eingesperrten“, dafuer kosten die NIX !!!   Wenn man die Gegend von Capadocia in Zentralanatolien in der Tuerkei gesehen hat (siehe Bericht Tuerkei 2012), dann will man keine anderen Steine mehr sehen. Also nehme ich nach ner halben Stunden Shilin den naechsten Bus und fahre zurueck nach Kunming. Die beiden Busfahrten haben vergleichsweise nur 8 Euro gekostet. Das kann man noch verschmerzen. Den Nachmittag verbringe ich dann in der Fussgaengerzone in Kunming und schaue mir an, was die Chinesen so am Sonntag unternehmen.

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26.11.2012 - 69. Tag Von Kunming nach Yuanyang

Nach 3 Tagen Kunming fuehrt heute die naechste Etappe ins 300 km entfernte suedlich gelegene Yuanyang. Das Busticket haben mir die Maedlels von der Rezeption des Cloudland gebucht. Das Cloudland Youth Hostel war als Unterkunft schon ok, liegt aber im Preis-/Leistungsverhaeltnis weit hinter den Jade Guesthouses in Dali zurueck. In den Youth Hostels steigenhalt sehr viele junge Chinesen ab und die mach Radau von morgens bis abends. Ausserdem ist das Wifi staendig zusammengebrochen, am Rezeptionspersonal hat es gefehlt und die Preise sind dort gut 50% hoeher als im Jade.
Zum Southern Bus Terminal nehme ich ein Taxi und keine Localbusse (mit Umsteigen), denn das liegt weit ausserhalb des Zentrums und mein Bus faehrt schon um 10:20 Uhr. Die Entscheidung war richtig, denn selbst mit dem chinesischen Sebastian Vettel am Steuer dauert die rasante Taxifahrt zum Southern ne ganze Stunde. Kunming ist doch groesser als ich dachte. Und auch beim Bau des Southern Busterminals scheinen die Chinesen die Bauplaene mit denen einers Kleinflughafens verwechselt zu haben, so gross und „protzig“ ist das Gebaeude.     Neben mir im Bus sitzt eine junge, symphatische, lustige Chinesin. Leider spricht sie genauso gut englisch wie ich chinesisch, naemlich ueberhaupt nicht. Aber obwohl wir uns nicht verstehen unterhalten wir uns praechtig mittels des „Travel Survival Kits“ des Lonely Planet Reisefuehrers. Da stehen naemlich die wichtigsten Woerter und Saetze in Mandarin und Englisch drin. Ich lerne ihr englisch, sie mir mandarin-chinesisch (das habe ich bestimmt bis morgen wieder vergessen). Jedenfalls arbeitet sie in Kunming als Verkaeuferin in einem Bekleidungsgeschaeft und faehrt jetzt fuer 3 Tage heim zu Mama und Papa.
YuangYang besteht eigentlich aus 2 Orten: Nansha und Xinjie. Nansha ist die neue Stadt im Tal, den erreichen wir nach etwa 7 Stunden Fahrtzeit. Xinjie ist der aeltere Ort in den Bergen. Und da geht es noch mal ordentlich die Serpentinen rauf, fast wie in Nepal. Fahrtzeit nochmals ne Stunde. Und von dort aus mit dem Minibus in den Ort Duoyishu der direkt in den Reisterassen liegt. Richtig, hier gibt es sehr viele Reisterassen, dafuer ist die Gegend bekannt und deswegen lege ich auch hier nochmal nen Stop ein vor der Fahrt zu laotischen Grenze. Untergekommen bin ich wieder in einem Youth Hostel, das heisst so wie der Ort, Yuanyang, ist erst vor 2 Monaten fertiggestellt worden und deshalb noch nagelneu. Die Einzelzimmer sind hier relativ teuer, habe deshalb mit 2 Koreanern die ebenfalls heute angekommen sind ein 4-Bett Dormitory genommen. Das kostet nur 5,50 Euro pro Tag.

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27.11.2012 - 70. Tag Die Reisterassen von Yuanyang

Besonders schoen sollen die Reisterassen im Morgen- und Abendlicht sein. In der Naehe des Yuangyang Youth Hostels ist ein Aussichtspunkt. Also Um 6:30 Uhr aufstehen und rueberlaufen. Aber auch hier das „alte Lied“ in China. Die wollen fuer alles Eintritt kassieren, und nicht zu wenig. 100 Yuan sind weit ueberzogen, selbst wenn die Eintrittskarte fuer die ganze Region gueltig ist. Dort wo es etwas zu sehen gibt bauen die Chinesen ueberdimensionierte „Visitor Centre“ hin und kassieren kraeftig ab. Wenigstens muessen einheimische Touristen genauso viel bezahlen wie Auslaender. Hier haben die nen Aussichtspunkt hingestellt auf dem mindestens 1000 Leute raufpassen aber bestimmt nie mehr als 100 gleichzeitig ankommen. Die bauen halt fuer die Zukunft. Die Gegend hier ist ziemlich gross, d.h. zu Fuss kaum abzulaufen. Mit den zwei Koreanern und zwei Chinesinnen mieten wir uns fuer heute einen Minibus. Der Fahrer kennt die Gegend und faehrt uns zu den sehenswerten „Spots“. Leider haengt der Nebel den ganzen Tag in den Taelern sodass man die Reisterassen nur oberhalb sieht. Trotzdem toll anzusehen wie die Reisbauern hier das alles in muehsamer Handarbeit geschaffen haben. Viele Felder sind jetzt nach der Ernte trockengelegt, die anderen bewaessert was besonders schoen aussieht wenn sich die Sonne darin spiegelt. Gruen werden die erst im Fruehjahr wieder wenn der Reis gesetzt ist und zu wachsen anfaengt. Nachmittags fahren wir dann in ein anderes Tal rueber und, oh Wunder, keine Wolken am Himmel und spaeter mit dem Abendrot sehr schoene, rot gluehende Reisfelder. Also doch noch ein versoehnliches Ende des Tages.
Im Nachhinein haette man sich die 100 Yuan Eintrittsgebuehr auch schenken koennen. Es gibt genuegend Moeglichkeiten die Reisterassen auch ohne Viewpoint zu sehen – wirklich aergerlich! Aber in ein paar Tagen habt ihr Chinesen mich wieder los. Da „mach ich rueber“ nach Laos. Dann gibt’s keine Kohle mehr von mir! Man muesste mal folgenden Reisefuehrer schreiben: „China ohne Eintrittsgelder“. Aber viel mehr als 10 Seiten wuerden dabei nicht zustandekommen.

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28.11.2012 - 71. Tag Von YuanYang nach JingHong

Heute steht ein schwieriger Reietag bevor. Denn ich muss moeglichst bis nach JingHong ganz im Sueden Yunnans kommen. Das wird ne logistische Herausforderung. Um dorthin zu kommen brauche ich vier Busse. Und die muessen alle zeitlich aufeinander abgestimmt sein. Und das alles ohne Chinesischkenntnisse. Ich hab mir vorsorglich von der Rezeptionistin des Youth Hotels alle in frage kommenden Staedtenamen auf einem Stueck Papier ins chinesische uebersetzen lassen. Also um 7:30 Uhr am Youth Hostel ohne Fruehstueck auschecken (das gibt’s erst ab 8 Uhr) und auf der Hauptstrasse auf einen Minibus warten. Nach 20 Minuten kommt tatsaechlich einer und kurz nach acht setzt der mich in Xinji ab. Dort erwische ich ne Viertelstunde spaeter nen groesseren Minibus ins Tal nach Nansha. Der freundliche Fahrer hilft mir sogar am Busbahnhof mit dem Ticket nach Jianshui, der naechsten Provinzstadt von hier. Dieser Bus faehrt dann auch tatsaechlich um 10:05 Uhr ab. Die Fahrt nach Jianshui fuehrt wieder ueber die hohen, bewaldeten Berge Yunnans, wirklich ne tolle Strecke mit schoenen Aussichten. Die erste Stunde geht’s auf unbefestigten Strassen nur bergauf, spaeter an den Berghaengen entlang und die letzte halbe Stunde wieder runter in ein Hochtal wo Jianshui liegt. Um 12:45 Uhr dann Ankunft am Busbahnhof. Ich springe sofort raus aus dem Bus und rein an den Fahrkartenschalter – und genau wie im Reisefuehrer angegeben faehrt um 13:30 Uhr ein Ueberland-Sleeper-Bus nach JingHong, und Fahrkarten dafuer gibt’s auch noch. Haette nicht gedacht, dass ich den Bus heute noch erwische. Und sogar noch ne Dreiviertelstunde Zeit um ein paar Snacks zu kaufen und eine der guten chinesischen Nudelsuppen zu schluerfen. Laut Landkarte sollten die Strassen bis JingHong weitestgehend Autobahnen sein. Ich hoffe nur, dass diesmal der Reisefuehrer nicht reht hat und der Sleeper keine 17 Stunden benoetigt. Nach zwei Stunden Autobahnfahrt ist die dann auch erstmal beendet und die Strecke fuehrt wieder in die Berge. So toll die Landschaft auch ist, aber das kostet halt Zeit. So langsam glaube ich wirklich, dass die Fahrt 17 Stunden dauert. Warum sonst wird die Strecke wohl sonst mit einem Schlafwagenbus gefahren? Die gepolsterten Liegen sind ganz bequem, die Decken etwas muffig (werden wohl selten/nie gelueftet). Man liegt in 3 Reihen a 6 Liegen und das ganze auf 2 Stockwerken. Fehlt nur noch die Busbegleiterin die frische Getraenke serviert. Weiter drei Stunden spaeter ist die Berg- und Talfahrt beendet und es geht wieder auf die Autobahn.
Muss dringend noch ein Wort verlieren ueber die Manieren in China. Also die Chinesen haben die Unart, bei jeder Gelegenheit auf den Boden zu spucken. Und das nicht nur im Freien sondern manchmal auch in oeffentlichen Gebaeuden oder Bussen. Sowohl Maenner als auch Frauen, jung oder alt. Damit nicht die ganzen Busse mit Speichel zugeschleimt werden, haengen am Eingang Spucktueten von denen rege Gebrauch gemacht wird. Ausserdem schmatzen die Chinesen immens beim Essen und beim Husten oder Niesen wird nie ne Hand vor den Mund gehalten. Also ne schleimige Angelegenheit hier.

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29.11.2012 - 72. Tag Von JingHong nach Luang Nam Tha in Laos

Morgens um 01 Uhr dann endlich Ankunft in JingHong. Also doch nur 11,5 anstatt 17 Stunden Busfahrt. Zum Glueck muss man nach Ankunft nicht sofort aus dem Sleeper raus sondern kann noch bis zum Morgen ausschlafen – das erspart mir eine weiter (halbe) Nacht im Hotel. Gleich um 6 Uhr nach Oeffnung der Fahrkartenschalter buche ich den Anschlusbus fuer 70 Yuan nach Luang Nam Tha in Laos. Der geht um 10:40 Uhr. SUPER !! Das erspart mir einen weiteren Tag in China. Ausserdem gehen meine „China Dollars“ (Yuan) zu Neige. Und es bleibt bis zur Abfahrt auch noch Zeit fuer ein ordentliches Fruehstueck im Mei Mei Cafe.
Nicht nur geografisch sondern auch ethnisch komme ich Thailand immer naeher, denn der hier lebende Volksstamm „Dai“ gehoert der Familie der Thais an. Ausserdem sind es ebenfalls Buddhisten. JingHong liegt an einem der groessten Stroeme Asiens, dem Mekong River. Der hat seinen Ursprung im Himalaya, bildet spaeter die natuerliche Grenze zwischen Myanmar, Laos und Thailand ehe er dann in Vietnam in einem grossen Delta ins suedchinesische Meer muendet. Man koennte auch direkt von hier mit ner Faehre bis runter ins thailaendische Chiang Saen fahren. Von hier bis zur Grenze nach Laos sind es noch etwea 150 km. Die gut ausgebaute Schnellstrasse fuehrt durch die mit Dschungel bewaldeten Berge Yunnans. Auch hier haben die Chinesen viele Tunnels in die Berge gebohrt. Das Klima ist subtropisch. Das Wetter schlaegt um, es faengt zu regnen an. Schon mein 3. Regentag seit ich unterwegs bin. Aber es ist warmer Regen. Ein letzter Halt in China unweit der Grenze in Mengla zur Mittagspause. Die verbliebenen Yuan werden ausgegeben und an Schwarzhaendlern in laotische „KIP“ umgetauscht. Ab jetzt heisst es wieder aehnlich wie im Iran mit hohen Zahlen jonglieren, denn 1 Euro entsprechen etwa 9100 KIP. Gegen 15 Uhr erreichen wir die Grenze. Die Abfertgigung am neuen chinesischen Uebergang „Mohan“ (grosses Spiegelglassgebaeude) verlaeuft schnell und reibungslos. Auf laotischer Seite muessen wir warten denn die Strasse ist komplett mit LKW’s zugestellt. Da geht nichts vor und nichts zurueck. Also gehen wir einstweilen zu Fuss an den Grenzuebergang „Boten“ in Laos. Mein Visa kostet 32 US$ und ist in 10 Minuten ausgestellt. Nach ner Stunde geht’s dann endlich weiter das letzte Stueck mit dem Bus nach Luang Nam Tha. Die Stunde haben wir aber insofern wieder gutgemacht da die Uhr in Laos eine Stunde zurueckgestellt werden muss. Untergekommen in Luang Nam Tha bin ich im Thavyxai Guesthouse. In Laos ist das Preis- / Leistungsverhaeltnis weit besser also in China. Alles ist ruhiger und entspannter.   UND: Das staendige Spucken hat ein Ende . . .

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