Australien 1997 / 1998

13.12.1997: Abflug

Und los geht die weite Reise ans andere Ende der Welt. Bis nach Melbourne dürften es so ungefähr 15 Tausend Kilometer sein. Abflug ab Frankfurt mit der indonesischen Fluglinie Garuda - die war die Billigste (preiswerteste). Das Ticket hat so um die 1800 DM gekostet. Habe einen Gabelflug gewählt mit Abflug von Cairns damit ich den Kontinent nicht komplett umrunden muss.

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14.12.1997: Zwischenstop in Jakarta

Nach ewig langen 15 Stunden Flugzeit setzt die Mühle (Boeing 747) am frühen Morgen in der Hauptstadt Indonesiens, Jakarta, auf. Muss endlich raus und mir die Füsse vertreten. Bis zum Weiterflug nach Melbourne sind es noch fast neun Stunden. Also gehe ich durch die Immigration und raus aus dem Flughafengebäude. Ich miete mir ein Taxi und fahre in die Stadt rein. Dort gibt's den Taman Mini Indonesia, einen 120 Hektar grossen Park. In diesem findet man alle Sehenswürdigkeiten und kulturelle Imperssionen Indonesiens in Kleinformat.

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15.12.1997: Ankunft in Melbourne

Nach weiteren neun Stunden Flug landet der Airbus gegen 13 Uhr auf dem internationalen Flughafen von Melbourne. Die Immigration dauert sehr lange. Die Einwanderungsbehörde stellt sehr viele Fragen, wahrscheinlich um sicher zu gehen, dass ich nicht die Absicht habe für immer hier zu bleiben. Nachdem die mir endlich Glauben schenken, dass ich am 04. Februar 1998 wieder zurück will (oder muss) lassen sie mich ziehen. Noch nicht am Ausgang des Flughafengebäudes angekommen quatscht mich ein Typ in Zivil an der ebenfalls von der Behörde ist. Und das ganze Spiel geht von vorne los - also nochmals tausend Fragen beantworten. Komme mir vor wie in einer Quiz-Show. Irgenwann habe ich den dann auch überzeugt. In Australien ist jetzt grade Hochsommer wenn es in Europa Winter ist. Darauf deutet heute aber überhaupt nichts hin. Denn es ist kalt und es regnet. Eine Stunde später nach der Busfahrt ins Zentrum kommt jedoch die Sonne raus und sofort wird es um die 30 Grad heiß. Später hat mir ein Einheimischer gesagt, dass man in Melbourne an einem Tag alle vier Jahreszeiten erleben kann. Kein Wunder, denn es sind nur 3000 km bis zur Antarktis. Und wer hätte gedacht, dass im australischen Winter mehr Schnee fällt als in der Schweiz. Bin im City Centre Private Hotel, einem günstigen Backpacker in der Stadtmitte abgestiegen.

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16.12.1997: Melbourne zu Fuss

Um sich in einer Stadt zurechtzufinden ist es am Besten diese erst mal zu Fuss zu erkunden. Und so mache ich mich heute mit einem Stadtplan auf den Weg. Hier fährt auch eine ältere Tram-Bahn, die City Circle Tram, die in regelmässigen Abständen die Innenstadt umrundet. Das Mitfahren ist umsonst, also eine gute Gelgenheit für eine kleine Stadtrundfahrt. Die Innenstadt liegt an der nördlichen Port Phillip Bay, einer riesigen Bucht, die nur durch eine enge Öffnung - The Rip - mit der Bass Strait verbunden ist. In der zweitgrößten Stadt Australiens leben ca. 3 Millionen Menschen auf einer riesigen Fläche von 6100 Quadratkilomentern (zum Vergleich Hamburg 755 und Berlin 884). Südlich der Innenstadt, unterhalb des Yarra Rivers, befindet sich ein grosser Botanischer Garten. Dahinter kommt dann gleich der Albert Park, in welchem alljährlich ein Formel I Rennen stattfindet. Habe mir das mal angesehen, von der Strecke kann man jedoch nichts erkennen wenn nicht aufgebaut ist.

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17.12.1997: Sovereign Hill - alte Goldgräberstadt

Fahre heute mit dem Zug von der Spencer Street Train Station, westlich der Innenstadt, für 18.80 A$ für einen Tag nach Ballarat. Von Ballarat sind es noch 2 km bis zum Museumsdorf Sovereign Hill, einer alten rekonstruierten viktorianischen Goldgräberstadt aus den 1850er Jahren. Der Eintritt kostet 13,5 A$. Die Stadt ist gut erhalten und wird durch viele freiwillige, historisch bekleidete Personen täglich belebt, sodass man eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert unternehmen kann. Z.B. einen Whiskey trinken im Saloon oder den Handwerkern bei der Arbeit zuschauen. Oder aber an einem Bach Gold waschen kann. Ein ehemaliges Goldbergwerk wurde hier zu einem Museum umgebaut.

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18.12.1997: Melbourne

Habe mir heute mal Gedanken gemacht über meine künftige Reiseroute. Ursprünglich wollte ich lediglich die Ostküste bis Cairns bereisen und den Rest von Australien ein anderes mal besuchen. Die Leute in den Backpacker haben mir jedoch geraten auch mal das Innere Australiens, das Outback, zu erkunden. Und so gehe ich ins "UNI STUDENT TRAVEL" Reisebüro und buche eine Drei-Tages-Tour von Melbourne nach Adelaide. Adelaide ist das Sprungbrett zum Stewart Highway Richtung Alice Springs. Die Tour kostet mich 126 A$, Los geht's am 21. Januar. Durchführen wird die Tour vom Veranstalter Autopia Tours.

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19.12.1997: Pinguin-Parade auf Phillip Island

Mache heute einen Tagesausflug zur 140 km entfernten Insel Phillip Island, die im Südosten von Melbourne liegt. Die Haupttouristenattraktion der Insel ist eine Kolonie von Zwergpinguinen die in den Dünen von Summerland Beach im Südosten der Insel nistet. Während der Brut- und Nistzeit im Sommer kehren die kleinen "Männchen" täglich pünktlich zum Sonnenuntergang vom Fischfang im Meer zurück. Die watscheln scheinbar unbeeindruckt von all den vielen Touristen über den Strand zu ihren Nestern in den Dünen. Mehr Infos Die Rückfahrt am Nachmittag auf dem kaum befahrenen Highway nach Melbourne scheint sehr ruhig zu verlaufen. Obwohl kein Verkehr ist, tritt der Busfahrer auf einmal scharf in die Pedale und macht eine Vollbremsung. Nachdem er lautstark durch den Bus bekannt gibt "Hey habt ihr diese grosse Schlange gesehen?" wissen wir Mitfahrer auch den Grund der Vollbremsung. In Australien gibt es sehr viele (giftige) Schlangen. Bin nach der Rückkehr in Melbourne noch auf das Observation Deck des Rialto Towers (Eintritt 6 A$) gefahren. Von hier hat man einen sehr guten Überblick über die Stadt.

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20.12.1997: Melbourne

Heute ist mein letzter Tag in Melbourne. Mache nochmals einen Stadtbummel.

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21.12.1997: Great Ocean Road

Heute früh werde ich zur 3-Tages-Tour nach Adelaide vom Backpacker abgeholt. Solche kleinere Touren werden gewöhnlich mit einem Minibus durchgeführt in dem so 10-15 Personen Platz haben. Der Fahrer ist gleichzeitig der Guide, also Touristenführer. Das Gepäck kommt in den Anhänger des Mnibuses. Die Heimatländer der Teilnehmer sind über den ganzen Erball verstreut. Unser Guide spricht soger ein wenig deutsch, war er doch mal für ein paar Jahre dort als Busfahrer für englischsprachige Reisegruppen tätig. Von Melbourne geht es Richtung Süden an der Port Phillip Bay entlang bis Geelong . Wer Zeit übrig hat sollte sich in dieser Party-Stadt ein/zwei Tage aufhalten da es hier viele Bars und Restaurants gibt. Das kommt daher, dass es hier fast genau so viele Studenten wie normale Einwohner gibt. Leider bleibt auf dieser Tour keine Zeit fafür. Etwas weiter südlich kommen wir zur nächste bemerkenswerten Stadt, Torquay. Die ist bekannt wegen des Bells Beach Strandes, einem der weltbesten Lokationen zum Surfen. Über Ostern werden hier internationale Meisterschaften ausgetragen. Die bekannten Klamottenmarken "Rip Curl" und "Quicksilver" haben hier ihren Ursprung. Doch auch dafür haben wir keine Zeit, denn wir wollen ja zur "Great Ocean Road". Sie ist die schönste Küstenstrecke in Victoria. Über Serpentinen führt die Strasse zum Cape Otway, am Otway National Park, wo wir einen Abstecher in den gleichnamige Regenwald machen. Von dem ist jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Wir machen einen Spaziergang über einen etwa 800 m langen Bretterweg durch die Überreste des Regenwaldes. Nach weiteren 100 km Küstenfahrt gelangen wir zu den "Zwölf Aposteln", zwölf einzelne aus dem Meer emporragende Felsen, von denen aber nur noch zehn stehen. Die anderen beiden hat sich das Meer schon zurückgeholt. Der nächster Halt ist am Loch Ard Gorge wo im vergangenen Jahrhundert der Schoner Loch Ard auf Grund lief und kenterte. Die Nacht verbringen wir in Port Campbell.

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22.12.1997: Grampians National Park

Heute führt die Strecke weiter an der Küste über Warrambool nach Portland. Von dort nach Norden in den Grampians National Park. Das Sandsteingebirge der Grampians ist ca. 1000 m hoch und bildet die westlichen Ausläufer des Great Dividing Range, dem Gebirge des Hinterlandes von Melbourne. Von hier nach Adelaide sind es noch gute 400 km. Vor der der Ankunft der Europäer lebten in den Grampians viele Aborigines, die Ureinwohner Australiens. Infos zu den Grampians.

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23.12.1997: Murray River

Wir verlassen die Grampians in nördlicher Richtung und erreichen in der Nähe von Natimuk bald den Mount Arapiles. Dieser Berg ist weltweit bekannt für Free Climbing. Die Einheimischen sagen: "Wenn du Bungy-Jumping, Scuba-Diving und Sky-Diving gemacht hast und immer noch nicht den ultimativen 'Kick' erlebt hast, dann sollte Klettern am besten Kliff von Australien dein nächstes Ziel sein". Noch etwas weiter nördlich verläuft der Murray River, mit 2570 km Länge Australiens längster Fluss. Der war zu Zeiten des Kolonialismus die wichtigste Verkehrsader im Landesinneren. Habe hier in der Gegend mein erstes Känguru in freier Wildbahn gesehen.

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24.12.1997: Ankunft in Adelaide

Heiligabend - Ankunft in Adelaide. Suche mir eine Unterkunft in der Innenstadt. 'Adelaide Backpackers Inn' wird in meinem Reifeführer empfohlen. Will man günstig übernachten, so muss man in Australien die Dorms wählen, das sind i.d.R. Mehrbettzimmer im Jugendherbegsstil mit Stockbetten. Da kostet eine Übernachtung so zwischen 10 und 15 A$. Wenn man solo unterwegs ist bieten diese Dorms eine gute Gelegenheit andere Rucksackreisende kennenzulernen. In meinem Fall ist es ein junger Ire der das Bett unter mir belegt hat. Adelaide per pedes - nach dem Einchecken wird die Innenstadt zu Fuß erkundet. Die Stadt wird aus gutem Grund die "Stadt der Kirchen" genannt. Habe selten so viele auf so engem Raum gesehen. Die Innenstadt besteht aus einem Rechteck von einer Quadratmeile mit Straßen im Schachbrettmuster. Rings um die Innenstadt gibt es mehrere Parks, was der Stadt eine äußerst angenehme Athmosphäre verleiht. Dazu tragen auch die vielen Kneipen, Cafes und Restaurants mit Küchen aus aller Welt bei. Eine dieser Kneipen befindet sich direkt neben meinem Backpacker - wie praktisch!. Da die Weihnachtsfeiertage bevorstehen und ich mich nicht allzu lange in Adelaide aufhalten kann (will den Rest von Australien ja auch noch sehen) muss ich mich gleich heute um das Weiterkommen Richtung Alice Springs / Ayers Rock kümmern. Bei Cannon Street Travel buche ich gleich die nächste 3-Tages Tour die von Adelaide über die FlindersRange und CooberPedy nach AliceSprings führt. Reiseveranstalter wird OZ Experience sein. Die Tour ist mit 470 A$ nicht grade billig.

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25.12.1997: Badevorort Glenelg

Am südlichen Ende der City von Adelaide befindet sich die Endhaltestelle der einzigen übriggebliebenen alten Straßenbahn, die Glenelg Tramway. Die fährt, wie könnte es anders sein, in den Vorort Glenelg (Fahrtzeit ca. 30 Minuten). Glenelg ist bekannt durch seinen Badestrand den früher nur die oberen Gesellschaftsschichten nutzten. Hier landeten 1836 die ersten Siedler Süd-Australiens und riefen unter einem Eukalyptusbaum die Kolonie South Australia aus. In der Kneipe neben meinem Backpacker steigt heute abend eine Weihnachtsparty. Das gibt mir Gelegenheit die anderen Bewohner meines Backpackers mal näher kennenzulernen. Unter anderem ist da ein Engländer, der in Australien mit dem Fahrrad unterwegs ist. Im Moment hat er schon 16000 km zurückgelegt - nicht schlecht!

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26.12.1997: Hangover

Nach der langen Party gestern abend habe ich noch einen kleinen Hangover, sodass heute ein absoluter Ruhetag nötig ist. Bin heute abend mit dem Irländer aus meinem Backpacker ins Kino gegangen. Wir haben uns den neu erschienen Film "Titanic" in einem riesigen Kinopalast angeschaut. Leider hat der Film kein Happy End, sodaß vor allem die weiblichen Besucher unter Tränen das Kino verließen.

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27.12.1997: Adelaide

Mein letzter Tag in Adelaide. Morgen geht's ab ins Outback. Bin leider nicht mobil hier. Ansonsten könnte man sich noch die drittgrößte Insel Australiens, Kangaroo Island, anschauen. Dort kann man Koalas, Seelöwen und natürlich Kängurus beobachten. Eine weitere lohnenswerte Tagestour von hier wäre das Barossa Valley, eine der besten Weingegenden Australiens. Die frühen Siedler dieser Gegend stammen hauptsächlich aus Deutschland. Nach dem ersten Weltkrieg wurde jedoch die deutsche Vergangenheit aus der Gegend gestrichen und alle Namen von Städten und Dörfern anglistiziert. Beste Reisezeit soll zur Weinernte im März / April sein.

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28.12.1997: Flinders Ranges

Pick Up um 6 Uhr morgens vom Backpacker mit dem Minibus und los geht die lange drei tägige Reise nach Alice Springs. Auch diesmal sind wieder circa 15 Personen an Bord. Die ersten 200 km fahren wir auf dem Highway nach Norden bis Port Augusta, der letzten grösseren zivilen Bastion vor dem Outback. Der direkte Weg nach Alice Springs führt in nord-östlicher Richtung auf dem Stewart Highway. Den nehmen wir jedoch nicht sondern fahren auf teils unbefestigten Strassen durch den Flinders Ranges Nationalpark. Die Flinders Ranges sind ein bis zu 1000 m hoher Höhenzug, der östlich von Port Augusta beginnt und sich etwa 800 km nach Norden erstreckt. Die bekannteste Landschaftsform hier ist Wilpena Pound, die aus der Luft aussieht wie eine riesige, längliche Schüssel mit gebogenem Rand. Der Name Wilpena Pound stammt von der Sprache der Aboriginies und bedeutet soviel wie "gebogene Hand". Am Abend erreichen wir dann das Tagesziel Blinman. Blinman ist heute ein verschlafenes Nest, war früher wegen einer Kupfermine eine grössere Bergwerkssiedlung.

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29.12.1997: Durchs Outback nach Coober Pedy

Unser Guide mahnt uns eindringlich vor der Abfahrt frühmorgens alle Wasserflaschen zu füllen und genug Getränke mitzunehmen. Denn heute haben wir den anstrengensten Tag dieser Tour vor uns: 400 km durchs Outback. Waren die Strassen gestern noch einigermassen erträglich zu fahren, so haben wir es heute nur mit Schotter- und Staubpisten zu tun. Da wirkt bei über 40 Grad im Schatten selbst ein kleines mit Wasser gefülltes Erdloch wie eine willkommene Erfrischung (Bild rechts). Gegen Mittag erreichen wir "in the middle of nowhere" das Provinznest Marree (ehemals Herrgott Springs). Marree war früher aufgrund der Eisenbahnendhaltestelle (Old Ghan Railway) ein wichtiger Ort im Outback. Doch die Eisenbahnzeiten hier sind vorbei und so dient der Ort nur noch als Versorgungszentrum für die grossen Cattle Stations. Hier beginnt auch unsere zweite Tagesetappe, der "Oodnadatta Track" nach Coober Pedy. Nach weiteren einhundert Kilometern erreichen wir den Lake Eyre, einen von zahlreichen Salzseen die es hier gibt. Auf den ersten Blck scheint hier in der Wüste alles tot zu sein. Wenn jedoch nach jahrzehnten Trockenperiode mal wieder Regen fällt, füllt sich der Lake Eyre mit Wasser und bereits nach einigen Tagen leben dort Fische und grössere Wasservögel wie Pelikane oder Kormorane. Das war zuletzt 1989 der Fall. Auf halber Strecke von Marree nach Coober Pedy liegt Williams Creek. Der Ort besteht praktisch nur aus einer Tankstelle und einem aus dem Jahre 1887 stammenden Bush Pub (Williams Creek Hotel) und zählt bestimmt nicht mehr als 20 Einwohner. Williams Creek diente früher den Kamel Karawanen als "Oase" oder Anlaufstelle im Outback. Auf jeden Fall gibt's hier zur Erfrischung ein kühles VB (Victoria Bitter) welches meine staubige Kehle bitter nötig hat. Die vielen Souvenirs und Kleidungsstücke die von der Decke des Pubs hängen oder an die Wand gepinnt sind (da hängt auch schon mal ein BH), sind Relikte von langen, alkoholreichen Outback-Partys. Leider bleibt uns keine Zeit solch ein Fest hier zu organisieren, denn bis Coober Pedy sind es noch gute 200 km ziegelrote Staubpiste. Kurz vor Sonnenuntergang ist das Ziel dieser anstrengende Tagesetappe dann auch erreicht. Wir übernachten im interessantesten Backpacker den ich in Australien gesehen habe. Denn "Radeka's Backpacker" ist ein Underground Hostel, was soviel bedeutet, dass der größte Teil der Unterkunft, vor allem die Schlafräume, mehrere Stockwerke unter der Erdoberfläche liegen. Das beschert uns eine 'kühle' Nacht bei nur 25 Grad Celsius.
In Coober Pedy wurden erstmals 1911 Opale gefunden. Der Ort hat seitdem viele Opalsucher angezogen. 96% aller weltweit geschürften Opale stammen aus Australien, davon wiederum 80% aus Coober Pedy. Sonst hat der Ort nicht viel zu bieten. Die Gegend hier sieht aus wie eine Mondlandschaft und es ist unerträglich heiß. Bekannt geworden ist die Gegend auch durch den Film "Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel" mit Tina Turner und Mel Gibson. Viele Szenen wurden hier gedreht. Der Name Coober Pedy stammt aus der Sprache der Aboriginies und bedeutet soviel wie "Weißer Mann im Loch". Und tatsächlich 'vergraben' sich hier die weißen Einwohner wegen der Hitze in Wohn-Höhlen oder Löchern. Eine dieser sonderbaren Gestalten ist "Crocodile Harry" der aus Lettland stammt. Seine Höhle liegt ein paar Kilometer ausserhalb. Er besitzt eine grössere Ansammlung (Museum) von farbenfrohem Kitsch und/oder Kunst. Für 2 Dollar kann man seine Höhle besuchen.

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30.12.1997: Ankunft in Alice Springs

Heute müssen wir Kilometer machen. Denn bis Alice Springs sind es 650 km. Nur gut dass die Holperfahrt über unbefestigte Strassen ein Ende hat. Denn von Coober Pedy nach Alice nehmen wir den Stuart Highway. Der ist benannt nach John McDouall Stuart der im vergangenen Jahrhundert als erster den australischen Kontinent von Süden nach Norden durchquerte. Auf dem Weg dorthin begegnen wir mehreren 'Road Trains'. Das sind überdimensional grosse Lastwagenzüge mit einer Länge von bis zu 50 m und einem Gesamtgewicht von bis zu 120 Tonnen! Sie dienen der Versorgung entlegener Regionen. Am Strassenrand liegen immer wieder mal überfahrene Kängurus. Ein Road Train kann denen natürlich nicht rechtzeitig ausweichen, geschweige denn bremsen. Für eine Vollbremsung benötigt so ein Zug gute 2 km. Alice Springs ist wohl die entlegenste Stadt der Welt und befindet sich so ziemlich in der Mitte des australischen Kontinents. Sie liegt inmitten der McDonall Ranges (hat nichts mit McDonald's zu tun, obwohl es den hier auch schon gibt) am Todd River; Charlie Todd hat seinerzeit die erste Telegrafenleitung von Adelaide im Süden nach Darwin im Norden gelegt. Seine Frau hieß Alice - daher der Name Alice Springs. Nach drei Tagen Fahrt durch Dreck, Staub und Hitze bin ich froh, mal wieder in einer zivilisierten Stadt zu sein. Denn Alice hat eine kleine Fussgängerzone mit Cafes, Bars und Restaurants - eine angenehme Athmosphäre eben. In einigen Stadtteilen sollte man sich jedoch nicht unbedingt nachts aufhalten, wegen der Aboriginies die dort wohnen. Ich lasse mich am Melanka Backpacker absetzen. Der wird vom Reiseführer empfohlen und hat auch ein angeschlossenes Reisebüro. Denn mein nächstes Ziel wird das wohl bekannteste Wahrzeichen Australiens, der Ayers Rock sein. Die 3-Tages Safari mit Ayers Rock, Kings Canyon und den Olgas kostet wieder mal ne Stange Geld, nämlich schlappe 310 A$. Australien ist halt doch ne Ecke teurer als Asien.

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31.12.1997: Kings Canyon

Wie schon 2 Mal zuvor, so wird auch diese Tour mit einem Minibus mit Anhänger und 15 Personen Ladung durchgeführt. Zum Kings Canyon sind es gute 300 km in östlicher Richtung. Das ist wie der Name schon sagt ein Canyon in einem Sandsteingebirge. Heute ist es wirklich extrem heiß. Das Thermometer zeigt um die 50 Grad - wäre ich nur im australischen Winter hierher gekommen und nicht im Hochsommer. Mit Wasserflaschen bepackt wandern wir mehrere Kilometer in die Schlucht. Zuerst dachte ich, ich sehe eine Fata Morgana - doch das was weiter hinten in der Sonne glänzt ist doch tatsächlich ein See! Also nicht wie Klamotten runter und reingehüpft. Wasser - das tut gut! Am Nachmittag fahren wir dann weiter in ein Camp im Outback wo wir die Nacht verbringen werden, besser gesagt wo wir feiern wollen. Denn immerhin ist heute Sylfester.

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01.01.1998: Prost Neujahr am Ayers Rock

Trotz der doch etwas längeren Sylfester Party vergangene Nacht müssen wir heute früh los, denn bis zum Ayers Rock sind's dann doch wieder gute 200 km - Australien ist halt doch ein großes Land und weit weg von Zuhause. Das wird mir vor allem am Mittag klar, als ich von einem Rastplatz nach Hause telefoniere um ein gutes neues Jahr zu wünschen. Denn dort ist man noch 10 Stunden zurück und dementsprechend noch in Feierlaune. Am frühen Nachmittag erreichen wir dann das wohl bekannteste Wahrzeichen Australiens. Der Ayers Rock, oder Uluru wie ihn die Einheimischen nennen, ist ein riesiger Sandstein von 3,5 km Länge, 2,4 km Breite, ist 350 m hoch und sieht von Weitem wie ein überdimensonal geratener Kieselstein aus. Er ist der weltgrößte Monolith und für die Aboriginies heilig. Der 1,5 km lange Aufstieg ist eigentlich relativ ungefährlich, hält man sich an die mit einem Seil gesicherte Route. Aber da gibt's ja immer wieder Pauschaltouristinnen aus aller Welt die meinen mit ihren Stöckelschuhen den Felsen zu bezwingen - davon ist absolut abzuraten. Aber der Monolith soll auch schon eine Erstbesteigung in Birkenstockschuhen hinter sich haben. Tagsüber ist hier wirklich viel los. Viele Touristenbusse halten hier und die Karawane die auf den "Kieselstein" wollen ist endlos. Von oben hat man jedoch eine tolle Aussicht auf das Umland und die 30 km entfernten Olgas (weitere Gruppe von Sandfelsen). In verschiedenen Licht- und Wetterverhältnissen soll der Felsen seine Farbe vor allem beim Sonnenuntergang ändern. Man spricht von sieben verschiedenen Farben. Wir haben jedoch grosses Pech, da es ausgerechnet heute abend eintrübt und wir nur eine Farbe zu Gesicht bekommen und die ist grau. Die Tage im Jahr an denen hier schlechtes Wetter ist kann man an einer Hand abzählen. Ein Grund mehr nochmals hierher zurückzukommen. Nichtsdestotrotz werden die letzten Sektflaschen der Sylfesterparty beim Anblick des Ayers Rock vernichtet. Die Nacht verbringen wir in einem weiteren Camp von Oz Experience.

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02.01.1998: Kata Tjuta - die Olgas

Vor der Rückfahrt nach Alice Springs machen wir noch einen Abstecher zu den Olgas, auch Kata Tjuta genannt. Das bedeutet zu deutsch "viele Köpfe". Es handelt sich um 36 kuppelartige Felsen aus Sedimentgestein, das ebenso wie der Ayers Rock im Laufe der Jahrmillionen verwitterte. Wir unternehmen einen Spaziergang durch die Felsen. Der fällt wegen der hohen Temperaturen jedoch relativ kurz aus. Heute ist der heißeste Tag den ich je erlebt habe - 56 Grad im Schatten (aber man muss sich ja nicht immer im Schatten aufhalten!). Nach weiteren anstrengenden fünf Stunden Minibusfahrt sind wir am Abend wieder heil zurück in Alice Springs.

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03.01.1998: Alice Springs

Die Zeit in Australien läuft mir langsam davon. Denn ich will mir noch Sydney anschauen und auch die komplette Ostküste. Deshalb verzichte ich auf eine 3000 km lange Rückfahrt dorthin mit dem Bus und besorge mir anstatt dessen ein Flugticket mit Quantas nach Sydney. Ich habe Glück, gleich morgen vormittag ist noch ein Platz frei den ich sofort einbuchen lasse.

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04.01.1998: Flug Alice Springs - Sydney

Flug Quantas QF 538 bringt mich gegen Mittag sicher nach Sydney. Vom Flieger aus bietet sich einem ein großartiger Überblick über den "roten Kontinent". Sydney ist mit über vier Millionen Einwohner die größte und auch schillernste Stadt in Australien. Für die Sydneysiders, wie sich die Einwohner der Stadt selbst bezeichnen, ist ihre Stadt die einzige, die in Australien wirklich zählt. "Sydney or the Bush" lautet die Devise. Gleich nach meiner Ankunft begebe ich mich unverzüglich zu Eva's Backpacker am Kings Cross in der Orwell Street, meinem Zuhause für die nächsten Tage hier. Hier noch die Story mit dem Toast: Da das Frühstück im Preis inbegriffen ist werde ich gefragt, welche Art von Toast ich bevorzuge: Weißen, Mittlerern oder Vollkorntoast. Da ich schon wochenlang kein Schwarzbrot mehr gegessen habe entscheide ich mich natürlich für Vollkorntoast. Was ich dann bekomme haut mich fast vom Hocker: Stinknormalen Weißmehl Toast mit ein paar kleinen mit bloßem Auge kaum wahrnembaren Körnchen drin die man fast an einer Hand abzählen kann. Später hat mir eine Touristin erzählt daß sie nach langem Suchen eine Bäckerei gefunden hat, die wirklich Schwarzbrot verkauft - die Scheibe zu einem Preis von 2A$!! Bäcker sollte man hier sein. Infoseite Sydney

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05.01. - 08.01.1998: Sydney

1788 ankerte Captain Arthur Phillip am Naturhafen Port Jackson mit einer Flotte englischer Schiffe. Mit sich bringen die Engländer etwa 800 Sträflinge. Die Ansiedlung wird nach dem britischen Innenminister Thomas Townshend, dem 1. Viscount Sydney benannt. Übrig geblieben von der ersten ständigen Niederlassung in Australien ist nur "The Rocks", elf Lagerhäuser von 1861 die sich am Circular Quay befinden. Gleich dahinter befindet sich das wohl bekannteste Wahrzeichen Sydneys, die Sydney Harbour Bridge. Die Stahlbrücke wurde zwischen 1926 und 1932 erbaut, die einzelnen Elemente werden durch 6 Millionen Nieten zusammengehalten. 30000 Liter Farbe wurde an die Brücke gestrichen. Der bekannteste 'Anstreicher' war wohl Paul Hogen, der spätere Filmstar in Crocodile Dundee. Meine Reisegruppe am Ayers Rock Ein immer wieder faszinierender Anblick ist das Sydney Opera House das ebenfalls am Circular Quay zu finden ist. Von weitem könnte man meinen, bei dem Gebäude mit den segelförmigen Dächern handelt es sich um ein Schiff und nicht ein Opernhaus. Ein weiterer interessanter Stadtteil ist Darling Harbour wo viele Veranstaltungen stattfinden. Hier ist auch das Sydney Salzwasser-Aquarium wo man sich aus Acrylglastunneln gefahrlos Haie anschauen kann. Einige Strände liegen in unmittelbarer Nähe der Stadt. Der bekannteste und meist besuchte ist der Bondi Beach. Auch in Sydney kann ich mich nicht ewig aufhalten und muss rechtzeitig an den Trip die Ostküste hoch nach Cairns denken. Im Backpackers Info Network in der Victoria Street kaufe ich mir für 295 A$ ein Oz Experience-Ticket. Das Ticket beinhaltet die ganze Busfahrt von Sydney nach Cairns. Diese Tour wird täglich von grösseren Bussen gefahren und man kann jederzeit zu- oder aussteigen um die Reise zu unterbrechen oder fortzusetzen.

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09.01.1998: Blue Mountains Day Trip

Mache heute eine Tagestour ins Hinterland von Sydney, in die Blue Mountains, ein Naherholungsgebiet. Die "Blauen Berge" sind ein bis zu 1000 m hohes Plateau und haben ihren Namen von den vielen Eukalyptus Wäldern die aus der Ferne bläulich schimmern. Leider kann man von der blauen Farbe heute überhaupt nichts sehen, da das Wetter kühl und regnerisch ist. Auch die Hauptattraktion und vielfotografiertes Motiv, die Three Sisters, drei nebeneinanderstehende Felsnadeln bleiben im Nebel verschleiert - wirklich schade. Von dem Aussichtspunkt führt die steilste Zahnradbahn der Welt (länge 400 m) hinab in ein üppig bewachsenes, verstecktes Tal. Wie das alles ausgesehen hätte können wäre das Wetter besser gewesen kann man dem Bild rechts oder folgendem Link entnehmen. Blue Mountains

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10.01.1998: Von Sydney nach Nundle

Das wirklich positive an der Ostküstentour mit Oz Experience ist nicht nur die schon erwähnte Möglichkeit dass man überall aus- und Tage später wieder zusteigen kann, sondern auch die sonstigen organisierten Freizeitmöglichkeiten, Unterkünfte und Mahlzeiten die man gegen einen Obulus in Anspruch nehmen kann oder auch nicht. So ist man wirklich flexibel unterwegs. Die Fahrt geht zunächst an der Küste entlang der Sandsteinklippen des Ku-Ring-Gai Chase Nationalparks und über den Hawkesbury River ins Hunter Valley. Gegen Mittag machen wir eine Pause im Provinzstädtchen Cessnock. Nach der Mittagspause fahren wir zurück ins Hunter Valley, einer weiteren bekannten Weingegend Australiens. Es gibt hier ungefähr 30 Weingüter teils aus dem Jahr 1860. Eines davon, das McGuigan Brothers Winery, besichtigen wir. Natürlich gehört auch eine Weinprobe dazu (3 A$). Der australische Wein schmeckt wirklich gut - der bekommt ja auch wesentlich mehr Sonne ab als der Württemberger Wein. So gegen 13.30 Uhr steigen wir wieder in den Bus der uns über die Great Dividing Range fährt. Die Great Dividin Range ist Australiens größter Gebirgszug und erstreckt sich von der Nordostspitze Queenslands die gesamte Ostküste durch New South Wales entlang bis nach Victoria. Auf nächtlicher Pirsch nach Dingos und Kängurus Am Abend treffen wir dann in Nundle ein. Nundle liegt ungefähr 200 km im Landesinneren. Nundle - zu deutsch Mund ist es wohl was die ersten Aboriginies geöffnet haben als sie diesen Ort mit seinen drei Flüssen zum ersten Mal sahen. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen viele Europäer und Chinesen auf der Suche nach Gold hierher. Doch wir halten nicht in der Goldgräberstadt Nundle selbst sondern nicht weit davon entfernt auf der Schaffarm 'Dag Sheep Station'. Für 32 A$ bietet uns Oz Experience ein Paket aus Abendessen, Übernachtung, Frühstück und eine Führung durch die Farm an, was alle Mitreisenden auch in Anspruch nehmen. Ausser der Führung bekommen wir auch eine Demonstration des Schafscherens und des Schafe hütens mit einem Schäferhund vorgeführt. Das BBQ am Abend, ein traditionelles Aussie Dinner, besteht, wie könnte es anders sein, aus zartem Lammfleisch, Kürbiskernsuppe und selbstgebackenem Brot. Gegen später fahren wir noch mit dem Pickup ein paar Kilometer in den Bush rein um Kängurus aufzuspüren. Wenn man die Beuteltiere mit dem auf dem Dach befestigten Strahler anleuchtet bleiben sie im Lichtkegel stehen und schauen ins Licht. Eine Methode wie sie die professionellen Känguruh Hunter anwenden um mancherorts der Plage entgegenzuwirken.

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11.01.1998: Von Nundle nach Bingara

Dead Horse Goldmine - John Blackwell beim Gold waschen Der erste Stop heute früh ist an der Dead Horse Goldmine. Die gehört John und April Blackwell und ist die einzige noch betriebene Goldmine hier im Norden von NSW (New South Wales). John führt uns durch den Stollen und zeigt uns anschließend wie man Gold wäscht. Hab's auch mal getestet und sogar ein winziges Körnchen Gold ausgewaschen. Mühsame Arbeit - nichts für mich! Wo will denn das Pferd mit dem Reiter hin?Gegen Mittag steigen wir wieder in den Bus und fahren eine Stunde bis zur australischen Hauptstadt der Country Musik - Tamworth. Zeit sich die Beine zu vertreten und nach einem Mittagessen Ausschau zu halten. Gegen vier Uhr nachmittags erreichen wir das Imperial Hotel in Bingara. Die freundlchen Besitzer Eric und Noelene haben uns die Zimmer zugewiesen Das Paket aus Übernachtung, BBQ Dinner und "Brekkie" (Frühstück) kostet heute 20 A$. Bingara bedeutet soviel wie "Seichter Übergang" (Aboriginal) und befindet sich am Gwydir River. Unten am Fluss befindet sich eine Reiterfarm, die 'Gwydir River Rides'. Das Reiten ist eine der bekanntesten und populärsten Aktivitäten hier. Für 25 A$ kann man einen dreistündigen Ausritt machen. Von den dreißig Touries unter uns können grade mal zwei oder drei Reiten. Ich natürlcih auch nicht. Aber das macht nichts. Jedem wird ein gesatteltes Pferd zugewiesen und danach erfolgt eine zehnminütige Einweisung wie man mit dem Gaul umgeht (Lenken, Gas geben, bremsen und so ...). Danach aufgesessen und ab in die Prärie. Dass ich nicht reiten kann hat mein Pferdchen schnell gemerkt denn ich bin ja nicht der erste der auf seinem Buckel sitzt. Der hat wirklich alles gemacht, nur nicht das was ich wollte. Vom ständigen Gras fressen während dem Ausritt konnte ich ihn nicht abhalten. Einmal ist ein anderes Pferd auf und davon, da hat meiner gedacht der müsst gleich hinterher - dem hab ich aber gegeben: Bin halt voll in die Eisen gestiegen (Beine zusammenklemmen und beide Zügel mit aller Kraft anziehen). Nach ein paar Metern ist er dann doch stehen geblieben. Immerhin hat er mich kein einziges Mal abgeworfen - auch nicht bei der Flussüberquerung. Der hatte wohl Mitleid mit mir. Wer Lust hatte, konnte sich auch an einem Seil vom Pferd durch den Fluss ziehen lassen. Weitere mögliche Aktivitäten hier sind unter anderem Rafting, Gold schürfen, Canoeing, Fischen oder Digeridoos basteln.

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12.01.1998: Von Bingara nach Byron Bay

Der erste Stop heute ist in Inverell (Giree Giree in Aboriginal), bekannt als Saphier-Stadt inmitten eines fruchtbaren Ackerlandes. Es ist auch reich an Mineralien. Diamanten, Zirkone und Zinn wird hier idustriell gefertigt. 75% aller Saphier Vorkommen der Welt liegen hier in der Gegend (New England) im Erdboden vergraben. Irgendwo unterwegs an einem kleineren See stoppen wir zum Lunch. Es gibt BBQ Steaks, Würste und Salat. Die Idee an einem See zu halten war nicht so toll, denn hier gibt es abertausende von aggressiven Fliegen. Vertreiben lassen die sich überhaupt nicht. Die setzen sich einfach in den Teller und essen mit. Mit der Gabel in der rechten Hand versuche ich zu essen während ich mit der Linken ununterbrochen diese penetranten Plagegeister vertreibe. Ruht die Linke auch nur für zwei Sekunden, so sitzen wieder 20 "Mitesser" im Teller. Über Glen Innes, Grafton und Ballina erreichen wir am Abend Byron Bay. Ich lasse mich am Arts Factory Backpacker absetzen. Gegründet haben diesen Backpacker Hippies, Einheimische und internationale Künstler in den 70er Jahren. Der hinterlässt auch den Eindruck eines grösseren Ateliers und hat auch einen Salzwasserpool. Auch kann man hier umsonst Digeridoo spielen lernen. Abends steigen des öftern Partys hier und auch sonst werden viele Aktivitäten angeboten - insgesamt ein Backpacker zum weiterempfehlen. Nach drei Tagen fast ständiger Busfahrt entscheide ich mich für 2-3 Tage hierzubleiben.

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13.01.1998: Byron Bay

Byron Bay ist das Städtchen am Cape Byron, dem östlichsten Punkt des australischen Festlandes. Es liegt am Ende einer sanft geschwungenen Bucht mit über 30 km Strand. Weithin sichtbar ist der Leuchtturm am Cape. Den Ausblick von dort sollte man sich nicht entgehen lassen. Man sieht mit etwas Glück von hier aus Delphine oder Wale (Juni - Oktober, also nicht zu meiner Zeit). Ein Einheimischer sagte mir, manchmal kann man von hier aus auch Haie im kristallklaren Wasser vorbeiziehen sehen. Vor allem die grossen weißen Haie kommen immer wieder hierher zurück wenn sie auf Wanderschaft sind. Das liegt daran, dass hier bis vor 20 Jahren eine Fischfabrik war, die regelmässig die Fischreste ins Meer zurück warfen was die Haie anlockte. Selbst nach 20 Jahren kommen sie immer noch zurück obwohl es schon lange nichts mehr zu holen gibt. Ich lasse mich davon jedoch nicht verunsichern und buche gleich heute noch einen Tauchgang für morgen. Brandungssurven ist hier ebenfalls sehr populär. Übrigens soll auch Paul Hogan alias Crocodile Dundee hier in Byron Bay wohnen - hab ihn jedoch nicht gesehen.

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14.01.1998: Tauchgang mit Bayside Scuba

Für nicht gerade wenig Geld, 70 A$, fahre ich heute mit Bayside Scuba aufs Meer raus und unternehme meinen erst neunten Tauchgang. Der Tauchplatz ist am Julian Rock. Die See ist relativ rauh und ich habe deswegen vor dem Tauchen ein etwas mulmiges Gefühl. Ist man aber erst mal unter Wasser, so bekommt man vom "Sauwetter" an der Oberfläche nichts mehr mit. Die gefährlichen Box Jellyfisch Quallen gibt es hier noch nicht. Erst weiter nördlich muss man sich vor denen zwischen Oktober und Mai beim Baden in Acht nehmen. Am Abend rufe ich noch die 'Hotline' von Oz Experience an und buche einen Platz im Bus für morgen früh. Links zu Bayron Bay Byron Bay Online Byron Bay Com Etwa 50 km im Landesinneren liegt das Nest Nimbin mit einer alternativen Hippie Bewegung, voll mit Strassencafes, farbenfroher Wandmalereien und ungewöhnliche Einkaufsmöglichkeiten. Nimbin-Links

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15.01.1998: Von Byron Bay nach Noosa

Aussie Flag Um acht Uhr morgens steige ich wieder in den Oz Experience Bus mit dem Tagesziel Noosa. Über das Städtchen Murwillumbah (noch so ein mehrdeutiger Name aus dem Aboriginal) erreichen wir nach Passieren der Landesgrenze zu Queensland gegen 11 Uhr den Lamington National Park wo die Möglichkeit besteht in einem See mit Wasserfall zu schwimmen. Mittagspause ist dann in Surfers Paradise an der GoldCoast. Die Gold Coast ist ein sehr touristischer, relativ teurer 42 km langer Strandabschnitt dessen Mittelpunkt Surfers Paradise darstellt. Neben unzähligen Geschäften, Restaurants und Nachtclubs sowie einem Casino wurden viele andere Attraktionen geschaffen, wie z.B. das Dreamworld, eine Art Disneyland oder das Movieworld von Warner Bros. Oder auch das Sea World, ein Wellenbad, Bungee Downunder, Wildlife Parks und ein Aboriginal Culture Center. Eigentlich sollte man Surfers Paradise in Golfers Paradise umbenennen denn hier in der Gegend gibt es mehr Golf Plätze als sonst irgendwo in der Welt. Zu gut deutsch: Man sollte schon ein prall gefülltes Portemonnaie einstecken haben. Da nicht nur meine Reisekasse sondern auch meine Reisezeit begrenzt ist, lasse ich Surfers Paradise hinter mir und fahre weiter mit dem Bus nach Brisbane. goldcoastaustralia.com australia-goldcoast.com Brisbane, oder 'Kareelpa' wie die Aboriginies es nennen bedeutet soviel wie 'Ort der vielen Ratten' hat zwar über eine Million Einwohner aber nicht besonders viel zu bieten. Da täte sich höchsten eine Besichtigung der XXXX-Brauerei anbieten oder ein Besuch der Down Under Bar wie mir andere Reisende mitteilen. Also lasse ich auch Brisbane hinter mir. Gute einhundert Kilometer weiter im Norden, direkt an der Küste erreichen wir gegen 6 Uhr abends Noosa. Der Küstenstreifen zählt, zusammen mit Fraser Island, zur Great Sandy Region. Sie besteht aus großen, bewaldeten Sanddünen mit Flüssen, Seen, Mangrovensümpfen und Regenwäldern. Untergebracht sind wir diese Nacht im Koala Resort.

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16.01.1998: Von Noosa nach Hervey Bay

Heute steht nur eine relativ kurze Fahrt nach Hervey Bay an. Deshalb ist Abfahrt auch erst um halb fünf nachmittags. Zeit sich tagsüber mal in Noosa umzusehen. Hervey Bay ist der Name der Gegend um die große Bucht von Maryborough nach Bundaberg und ist fast schon zu populär für seine Buckelwale. Wale beobachten, whale watching wie die Aussie's sagen, kann man hier leider nur von Juli bis Oktober wenn diese auf ihrer Wanderschaft hier vorbeikommen. Jetzt ist's grad mal Januar. Auch in Hervey Bay gibt es einen Koala Backpacker in welchen wir absteigen. Neben den Walen ist Hervey Bay vor allem bekannt wegen der vor der Bucht iegenden Sandinsel Fraser Island. Die kann man am Besten erkunden mit einem Allradjeep oder Four-Wheel-Drive (4WD) wie die Aussies dazu sagen. Am selben Abend werden wir im Backpaker in Gruppen mit 7-9 Personen eingeteilt und müssen uns noch mit Proviant aus dem Supermarkt und reichlich Bier aus dem Bottleshop versorgen. Denn auf der Insel gibt es keine Einkaufsmöglichkeit und wir wollen dort drei Tage Campen und mit dem Jeep herumfahren. Die Tour kostet pro Nase 105 A$. Vom Koala Backpacker leihen wir uns noch für ein paar Dollar Schlafsäcke, Zelte und sonstiges Campingequipment. Eigentlich ist Australien ja ein grosses Land und mit 18 Millionen Einwohnern relativ dünn besiedelt. Trotzdem kommt es heute Abend zu einem nicht erwarteten Wiedersehen. Denn ich treffe die Schweizerin Selina wieder die im gleichen Backpacker untergebracht ist. Sie war auf der gleichen Tour von Adelaide nach Alice Springs und auf der Ayers Rock Tour wie ich. Danach ist sie Richtung Osten nach Cairns weitergezogen während ich nach Sydney gefolgen bin.

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17.01.1998: Mit dem 4WD nach Fraser Island

Durch den Regenwald auf Fraser Island 6:30 Uhr Aufstehen und anschließendes Meeting in der Bar, nicht zum Frühschoppen sondern mit den Jungs von Allterrain Rentals, die car company welche uns die Jeeps verleiht. Wir müssen nochmals tief in den Geldbeutel greifen und pro Gruppe zusammen 500 A$ Kaution für das Fahrzeug hinterlegen. Fahren darf auch nur, wer schon über 21 ist. So gegen 9 Uhr morgens fahren wir dann mit dem Toyota auf die Fähre zur etwa 15 km entfernten Insel. Fraser Island ist mit 160 Quadratkilometern (125km lang, 5-25km breit) die größte Sandinsel der Welt und steht auf der UNESCO-Liste des Welterbes (World Heritage List). Habe noch nie einen so großen Sandhaufen gesehen! Den Namen hat sie von Elizabeth Fraser, der Frau des Captains der 1935 vor der Insel auf Grund gelaufenen "Marloo". Die Einheimischen nennen sie "Thoorgine" was soviel bedeutet wie "Paradies". Und tatsächlich ist die Insel für jeden Australien-Besucher ein muß. An den Küsten erheben sich leuchtend gelb-rot-orange farbene Sandklippen. Das Innere ist bewachsen von Busch- und Heideland, Eukalyptuswäldern und ist der einzige Ort der Welt wo tropischer Regenwald auf Sand wächst. Die kristallklaren Bäche speisen über 200 Seen im Zentrum der Insel. Das Wasser ist durch den vielen Sand so klar und rein gewaschen, dass man es bedenkenlos trinken kann. Eigentlich viel zu Schade um darin zu schwimmen. Trotzdem tut bei der Hitze ein lauwarmes Bad in einer übergroß dimensionierten Badewanne gut. Am späten Nachmittag schlagen wir dann unsere Zelte zwischen Büschen und Sträuchern in der Nähe des Strandes an der Ostküste der Insel auf. Zum Essen gibt's mal wieder BBQ Steaks und reichlich Aussie-Bier. Das meistgetrunkenste Bier in Australien ist nicht etwa Fosters, das man überall auf der Welt kennt, sondern VB (Victoria Bitter) oder XXXX.

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18.01.1998: Fraser Island

Die Ostküste von Fraser Island Will man auf der großen Insel auch etwas sehen oder erleben, so muß man die "Autobahn" an der Ostküste nehmen. Denn hier ist der Strand bei Ebbe gute 100-200 m breit und sehr fest. Das heist, sehr gut mit dem Jeep zu befahren. Und so brettern wir mit guten 100 Sachen den Strand gen Nordosten. Da liegt das Wrack der 1914 gesunkenen "Marloo" oder besser gesagt das was noch davon übrig ist, ein Haufen zusammengerosteter Stahl. Dort liegen auch die Cathedrals, zu bizarren Hügeln und Schluchten geformte Sandklippen. Über ein paar Abstecher ins Landesinnere fahren wir dann wieder zurück zu unserem Camp. Wir werfen noch die mitgebrachte Angelschnur ins fischreiche Meer doch anbeißen will leider keiner. So gibt's halt doch wieder Steaks mit Bier. Aufpassen muß man hier auch auf Dingos. Das sind australische Wildhunde mit rot-braunem Fell, die von Haushunden abstammen, aber seit Jahrtausenden wieder wild leben. Die sind nicht etwa gefährlich, haben sich aber so an Menschen gewöhnt, dass sie einem alles klauen was nicht niet- oder nagelfest ist.

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19.01.1998: Zurück nach Hervey Bay

Heute vormittag fahren wir mit dem Jeep noch ans südlcihe Ende der Ostküste, wo ein kleiner Flugplatz am Strand liegt. Man kann hier Rundflüge über die Insel machen. Ist jedoch relativ teuer, sodass das für uns nicht in Frage kommt. Am Nachmittag geht's dann wieder auf die andere Seite der Insel und mit der Fähre zurück aufs Festland. So gegen fünf stellen wir dann den Jeep wieder auf dem Parkplatz von Allterrain Rentals ab und holen uns die Kaution zurück. Anschießend dann wieder zum Koala Backpacker.Hier noch ein paar Links zu Fraser Island: seefraserisland.com fraserislandaustralia.com.au

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20.01.1998: Von Hervey Bay nach Dingo

Gegen 8 Uhr morgens hält der Oz Experience Bus vor dem Koala Backpacker um mich aufzunehmen. Der erste Stop ist gegen 10 Uhr das 40000 Einwohner Städtchen Bundaberg. Der Bezirk ist vor allem bekannt wegen des Anbaus von Zucker. Und wofür braucht man viel Zucker? Natürlich zum Destillieren von Rum. Und deshalb ist Bundaberg auch ein Synonym für Rum. Der wird hier schon seit 1888 produziert. An einer Destillerie machen wir Halt und bekommen für 4 A$ eine Führung. Und so wird's gemacht (Rum natürlcih): Ein Gemisch von Melasse (Zucker-Sirup), Wasser und Zuckerrohrsaft ergibt Maische. Diese wird fermentiert, zur Gärung gebracht und destilliert. Der Rum wird dann in Tanks oder Holzfässern gelagert und Jahre später in Flaschen abgefüllt. Auf dem Bruce Highway fahren wir weitere endlose 300km über Gladstone nach Rockhampton, auch liebevoll "Rocky" genannt. Freizeitmöglichkeiten bieten sich vor allem am nahen Küstenabschnitt Capricorn Coast oder auf der Keppel Island Group, einer Inselgruppe mit vorgelagertem Korallenriff. Ich kann leider aus Zeitgründen hier nicht absteigen. Rocky ist "Beef Capital of Australia", will heißen hier dreht sich alles ums Rindfleisch. Zwei Fleischverarbeitungsfabriken wandeln den im Hinterland produzierten Rindfleischberg (über 3 Millionen Rinder) in Konserven um. Was liegt also näher, als mal eine der unzähligen Rinderfarmen zu besuchen. Deshalb ist unser nächstes Etappenziel Dingo, das sich etwa 150 km landeinwärts befindet. Gegen sechs Uhr abends erreichen wir Dingo Cattle Station Namoi Hills eine voll im Betrieb stehenden Farm. Für 30 A$ bekommt jeder hier ein Abendessen (natürlich BBQ Rindfleisch), ein Bett für die Nacht und ein Frühstück am nächsten Morgen. Umsonst haben kann man hier auch ein T-Shirt, allerdings nur, wenn man als "Flitzer", sprich nackt, einmal das Anwesen umrundet. Hat sich natürlich keiner getraut.

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21.01.1998: Von Dingo nach Airlie Beach

Heute fahren wir natürlch nicht weiter bevor wir uns die Farm mal näher angesehen haben. Ursprünglich wurden im 19. Jahrhundert europäische Rinder eingeführt. Die gingen jedoch wegen der extremen Hitze und Trockenheit alle ein. Deshalb hat man sich für indische Brahman Rinder entschieden die wesentlich resistenter sind. Ausserdem gibt's in Indien ja jede Menge Kühe und Rinder weil die dort heilig sind und sowieso nicht unters Messer kommen. Zu Beginn bekommen wir auch noch eine Lehrstunde im (Aus-)Peitschen. Sieht viel leichter aus als es in Wirklichkeit ist. Vor allem das Krachen lassen der Peitsche ist recht schwierig. Das kommt daher, dass man die Peitsche so schwingen muss, das sich die kleine Schnur am Ende mit Überschallgeschwindigkeit bewegt, was das Krachen hervorruft. Zum Programm gehört auch die Einweisung ins Werfen eines Boomerangs, was auch nicht grade einfach ist. Später fragt der Ranger unsere Gruppe, ob jemand gerne ein Designer T-Shirt hätte. Natürlich fast alle. Also hat er die T-Shirts ausziehen lassen und hat sie übereinander über eine Astgabel eines Baumes gehängt. Danach ist er zum Jeep, hat eine doppelläufige Schrotflinte aus dem Halfter gezogen, durchgeladen, auf die T-Shirts gezielt und zwei Mal abgedrückt - und fertig sind die durchlöcherten Designer T-Shirts. Er hat doch allen Ernstes behauptet, er hätte schon Kontakt mit italienischen Modedesigner über massenhafte Produktion. Hat man mehr Zeit als ich, so sollte man unbedingt ein paar Tage hier auf der Farm verbringen. Es besteht die Möglichkeit im Outback zu Campen, Auszureiten, Digeridoos zusammen mit den Aboriginees zu bauen oder nach Saphiren zu graben. Um 11.30 Uhr ist dann Abfahrt von Dingo. Erste Rast ist zu Mittag in Nebo und etwas später in der kleinsten Stadt Australiens, Retreat zu deutsch Rückgang. Rückgang deswegen, weil hier vor dem Bau einer Brücke ein Fluss über eine Fuhrt überquert werden musste und deshalb nach Regenfällen und Hochwasser die vielen LKW-Fahrer mit Vieh und Kohle beladen solange warten mussten bis der Wasserspiegel wieder abgeklungen ist. Da Australier dem Bier nicht abgeneigt sind entstand hier natürlich zuerst eine Kneipe in einer alten Baracke und später auch die kleinste Stadt Australiens. Nachdem wir gestern die "Rinderhautpstadt" Australiens besucht haben, durchfahren wir heute die "Zuckerhauptstadt" Mackay an der Küste. Der Weltgrösste Hafen von welchem Zucker verschifft wird ist Mackay. Am Abend erreichen wir dann unser Tagesetappenziel, das noch 100 km nördlich von Mackay gelegene Airlie Beach. Bin mal wieder in der 'Backpacker-Kette' von Koalas gelandet. Die sind wahrscheinlich Partner von Oz Experience.

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22.01.1998: On The Edge

Airlie Beach ist ein Touristen-Nest direkt am Meer und definitiv einer der Party Places an der Ostküste. Viele Segler und Backpacker treffen sich vor oder nach den Segeltrips in den Pubs und Discos und machen die Nacht zum Tage. Denn Airlie Beach ist das Sprungbrett zu den Whitsunday Islands. Die Whitsundays sind eine Gruppe von 74 dicht bewachsenen Inseln vulkanischen Ursprungs. Sie sind vor allem ein Segel-, Tauch und Angelparadies mit vorgelagerten Korallenriffen. Habe mir gleich gestern abend nach der Ankunft noch zwei Tickets bei PROSAIL gekauft. Eine drei-Tages Segeltörn zu den Whitsundays welche morgen beginnt und eine Tagesausfahrt auf das Great Barrier Reef mit dem Katamaran 'On The Edge'. Hat mich zusammen wieder 332 A$ gekostet - aber man ist ja schießlich nur 1x hier. Früh um 9 legt die 22m lange, 13m breite und über 30m hohe (Segelhöhe) 'Segelmaschine' am Pier Abel Point ab. Bis zu 60 Personen haben darauf Platz. Bei gutem Wind mach der Katamaran locker 35 Knoten, das sind fast 65km/h (1 Knoten = 1 Seemeile/Stunde = 1,852 km/h). Vor Hayman Island, die nördlichste Insel der Withsunday Gruppe geht die 'On The Edge' vor Anker. Es besteht die Möglichkeit zu Tauchen, Schnorcheln oder nur faul auf dem Sonnendeck zu liegen. Die Möglichkeit des Tauchens nehme ich gerne war und gehe gleich zwei Mal runter. Nachmittags um vier legen wir wieder in Airlie Beach am Hafen an.

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23.01.1998: Aufbruch zu den Whitsunday Islands

Am Morgen vor dem Auslaufen aus dem Hafen suche ich noch einen Bottle Shop auf. Denn im Preis der Segeltörn inbegriffen sind Soft Drinks aber keine alkoholischen Getränken. Und das zwei Tage vor meinem Geburtstag. Schließlich will man auch auf See nicht auf eine Geburtstagsparty verzichten. Also kaufe ich ein paar Paletten Dosenbier und einige Flaschen Schampus. Die Crew auf dem Einmaster mit dem ich rausfahre besteht nur aus zwei Personen: Dem Skipper und einer Hostess die uns mit Essen und Trinken versorgt. Zwölf Touries sind wir an Bord, davon allein eine Gruppe mit sechs Engländern - eigentlich schade wo man mir vorher gesagt hat, dass hauptsächlich Frauen einen solchen Trip buchen. Schon beim Auslaufen wird klar, dass die Küste mit den Whitsundays zu den schönsten Landschaften Queenslands gehört. Hier muss man einfach eine Bootsfahrt machen. Das Meer schimmert in einem unglaublich intensiven Türkis, die Inseln sind dicht bewaldet, der Himmel stahlblau und das Meer (noch) ruhig, was hoffentlich auch so bleibt. Allerdings brennt die Sonne unbarmherzig vom Himmel und die Sonnenstrahlen werden noch vom Wasser reflektiert was die Gefahr eines Sonnenbrandes noch verstärkt. Hier in Australien bekommt man keine Sonnencreme unter Lichtschutzfaktor 30! Selbst das ist auf dem Meer noch zu wenig. Da tut's nur ein Sunblocker. Zu Mittag stoppen wir vor einer der zahlreichen Inslen zum Lunch und Schnorcheln und am Abend gehen wir in einer Bucht vor einer grösseren Insel vor Anker. Habe mich mit den Engländern ganz gut angefreundet, sind die doch dem Bier auch nicht unbedingt abgeneigt und haben selbst eingie Paletten mit an Bord genommen.

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24.01.1998: Segeln durch die Whitsundays

Nach einer ruhigen Nacht auf Deck (in der Kajüte ist es viel zu stickig) Segeln wir weitere Inseln an. Der Tagesablauf ist eigentlich immer gleich: Segeln, Relaxen, Schnorcheln oder aber auch mal mit dem Dinghy (Schlauchboot) zum Strand.

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25.01.1998: Happy Birthday Hatsche

Meine Geburtstagsparty Heute ist mein erster Geburtstag den ich bei 35 Grad im Schatten feiern kann. Könnte mich durchaus daran gewöhnen! Ist natürlich in 'Good Cold Germany' um diese Jahreszeit nicht möglich. Auf jeden Fall bleibt heute kein Auge trocken. Denn die Pary geht am Abend nach der Rückkehr in den Backpacker natürlich noch weiter.

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26.01.1998: Von Airlie Beach nach Townsville

7:45 Uhr. Pick Up vom Backpacker mit dem Oz-Bus. Von hier bis Cairns geht es nur noch der Küste entlang. Gegen neun erreichen wir Bowen, welches nach dem ersten Governeur Queensland's benannt wurde. Die Stadt besteht seit 1861 und war die erste Niederlassung in Nord-Queensland. Sie ist umgeben von vielen Obst- und Gemüseplantagen. Viele Langzeit-Backpacker denen das Geld ausgeht arbeiten hier für ein paar Dollar die Stunde auf den Plantagen (Obst pflücken und so ...). Als Ausländer bekommt man 1x im Leben ein Arbeitsvisum welches für ein Jahr gültig ist. Allerdings nur wenn man nicht älter als 25 ist. Endstation heute ist Townsville, das etwa 200 km von Airlie Beach entfernt liegt. Sie wurde 1865 nach ihrem Gründer Robert Towns benannt, hat aber nicht sonderlich viel zu bieten. Ausgenommen die direkt vor der Küste liegenden Insel Magnetic Island, praktisch ein Vorort von Townsville (8 km entfernt) und eine bei Backpacker und Low-Cost Traveller beliebte Insel. Auf der werden wir auch die Nacht verbringen. Den Namen hat die Insel übrigens von Captain Cook dessen Kompass hier verrückt gespielt hat als er 1770 vorbeisegelte. Er machte die seiner Meinung nach eisenhaltige Insel dafür verantwortlich. In Wirklichkeit waren magnetische Anomalien auf dem Meeresgrund die Ursache. Die Insel hat etwa 20 km im Durchmesser und bietet viele Freizeitmöglichkeiten, wie z.B. Jet-Ski, Harey Davidson fahren, Reiten am Strand, Tauchen, Abseilen, Skydiven oder nur Faulenzen. Von alledem werde ich hier nichts unternehmen, da mein Rückflug schon am 4. Februar ist und Cairns auch noch auf mit wartet.

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27.01.1998: Von Townsville nach Cairns

Gegen 11 Uhr erreichen wir Ingham, der Beginn der feuchten Tropen Australiens. Die Vegetation ist üppig und grün. Westlich von Ingham sind mehrere Nationalparks. In einem davon stürzt der Herbert River über einen 300m hohen Wasserfall in eine Schlucht. Etwas weiter nördlich von Ingham liegt das Fischerdorf Cardwell. Cardwell ist umgeben von zum Welterbe erklärten Regenwäldern, in welchen man Trekking, Rafting, Canoeing oder Fischen kann. Vorgelagert, durch Mangrovenwälder getrennt, ist Hinchinbrook Island, der weltgrösste Inselnationalpark. Von Weitem steht sie den Trauminseln Südostasiens in nichts nach: Tropischer Regenwald säumt die weißen Sandstrände und bedeckt die Klippen um den 1120m hohen Mount Bowen. Nächster markanter Ort ist Tully, der Ort mit der grössten Niederschlagsmenge Australiens, 450cm jährlich. Über Mission Beach, Dunk Island (oder Drunk Island wie die Aussies sagen) erreichen wir gegen 14 Uhr Innisfail. Innisfail ist wie Ingham eine Zuckerstadt, umgeben von Zuckerrohrplantagen. Kurz vor Cairns liegt Smithfield, bekannt durch die Bungy Jumping Anlage von AJ Hackett . Als Oz Experience Reisender bekommt man angeboten, für 90 A$ einen Tag lang so oft zu Springen wie man nur will, oder auch schaftt. Habe mich für diesen ultimativen Kick schon fast entschieden, als eine Nachrichtenmeldung über den Rundfunk durchgegeben wird: In Kuta/Bali ist ein Paar tödlich beim Sprung verunglückt weil die Betreiber das Seil zu lang eingestellt hatten. Da hab ich dann von der Idee wieder Abstand genommen und das obwohl der Sprungturm von AJ Hacket über einen See gespannt ist. Gegen Abend erreichen wird dann Cairns, die Endstation der Ostküsten-Tour. Ich miete mich für 14 A$ pro Nacht in einem Dorm in Rosies Backpacker an der Esplanade ein. Der Backpacker hat einen großen Hof mit Sitzecken und einem Pool.

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28.01.1998: Cairns

Cairns liegt direkt am Pazifischen Ozean und ist umgeben von den Atherton Tablelands, ein fruchtbares, hügeliges Hochplateau. Die Stadt eignet sich als Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung oder zu Segeltörns oder Schifffahrten zum Great Barrier Reef. Von der Strand-Flaniermeile, The Esplanade, hat man einen schönen Blick auf die Trinity Bay und die Berge der Yarrabah-Halbinsel. Das Klima ist tropisch - kein Wunder, liegt sie doch knapp über dem 18. Breitengrad (Deutschland zum Vergleich liegt etwa auf dem 50.). Stand 2006 hat die Stadt 140.000 Einwohner, das sind fast drei Mal soviele wie noch vor 10 Jahren! Trotzdem hat sie einen gewissen Kleinstadtflair behalten. Seit dem Bau des internationalen Flughafens 1984 boomt der Tourismus hier. Viele Rucksackreisende und Travellor aus Australien und Übersee steigen hier ab. Entsprechend gibt es viele günstige Restaurants, Fast-Food Ketten, Pubs, Discos und Night-Clubs. An Freizeitmöglichkeiten und -Aktivitäten mangelt es nun überhaupt nicht: Canoeing, Tauchen oder Schnorcheln am Riff, Skydiving, Bungy Jumping, Rafting, Didgeridoo spielen, Ausflüge in den Regenwald oder die Tablelands und vieles mehr. Heute schaue ich mir nur mal die Stadt an und überlege mir was ich mit den verbleibenden sechs Tagen hier in Australien noch anfangen will. Auf der Wunschliste ganz oben steht das Tauchen am äußeren Great Barrier Reef. Da das Riff gute 80km von der Küste entfernt ist scheint mir eine Tagestour viel zu kurz. Also buch ich drei Tage auf einem Schiff am Riff.

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29.01.1998: Auf zum Great Barrier Reef

Auf der 'Compass' am Riff Um 8 Uhr morgens legt das Fährboot Compass vom Marlin Jetty ab. Bis zum äußeren Riff sind es gute 3-4 Stunden Fahrt. Dort angekommen wechsle ich über auf die Reef Encounter, mein Zuhause für die nächsten drei Tage. Die Reef Encounter bleibt während der ganzen Saison draußen und wird von der Compass mit Touristen, Verpflegung und sonstigem Material versorgt. Habe bisher nur den PADI Open Water Tauchkurs mit zwölf Tauchgängen gemacht. Da darfst du maximal 20 Meter runter. Der Instructor auf der Compass überredet mich an einem 2-tägigen Advanced Open Water Tauchkurs teilzunehmen. Da macht man Spezialtauchgänge wie Tieftauchen, Nachttauchen oder Navigationstauchen und darf nach Ablegen einer schriftlichen Prüfung bis 40 Meter runter. Den ersten Tauchgang (17 m, 40 Min.) zum "Eingewöhnen" machen wir an den Breaking Patches wo sich mit die schönsten Hartkorallengärten des äußeren Great Barrier Reef befinden. Danach fahren wir zum Michelmas Cay, einer kleinen Sandinsel die nur ca 2m hoch auf Korallen gebaut aus dem Wasser ragt. Heerscharen von Seevögel brüten auf dem Inselchen. Im vorgelagertes Riff unternehme ich nachmittags noch einen Tauchgang und nach Sonnenuntergang dann den Nachttauchgang. Nachts sieht man ganz andere Spezies von Meeresbewohnern als tagsüber. Ausserdem schwimmen viele in Richtung der Taschenlampe, sodass man immer einen Schwarm Fische um sich hat. Mit einem Stück Toast kann man die Fische vom Boot aus füttern. Die stürzen sich in Massen wie wild auf das 'Fischfutter' und fressen einem sogar aus der Hand.

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30.01.1998: Hastings-, Saxon- und Norman Reef

Ist man den ganzen Tag auf dem Boot kann man bis zu vier Tauchgänge am Tag machen. Gleich nach dem Aufstehen so gegen halb sieben geht man zum kurzen Deep Dive, am Vormittag den zweiten, am Nachmittag den dritten und wenn man dann noch Lust hat kann man nach Sonnenuntergang noch einen Nachttauchgang anhängen. Da bis zum Ende des letzten Tauchgangs striktes Alkoholverbot herrscht dauert es schon bis ca. 21 Uhr bis man das lang ersehnte und wohl auch verdiente Feierabendbier zu sich nehmen kann (wirklich eine lange Zeit, vor Allem im Urlaub). Heute fahren wir zunächst zum Hastings Reef, das gleich neben dem Michelmas Cay liegt. Der zweite Tauchgang erfolgt am Saxon Reef wo ich meinen ersten beiden Haien begegne. Es sind kleinere, relativ ungefährliche Weispitzenriffhaie (White Tips) die sehr scheu sind und wegschwimmen wenn man ihnen zu nahe kommt. Den Nachmittagstauchgang und den Nachttauchgang unternehmen wir dann am nächsten Riff, dem Norman Reef. Gesehen habe ich unter anderem eine große Wasserschildkröte. Dass die Haie uns Taucher gegenüber relativ scheu sind, Fischfutter dagegen keinesfalls verschmähen wird mir abends klar. Die Jungs von der Crew haben ein paar Fische aufgeschlitzt, an eine Schnur gebunden und durchs Wasser gezogen. Innhalb ein paar Minuten hat das so fünf bis sechs der Räuber angezogen die im Blutrausch wie wild nach der Beute geschnappt haben.

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31.01.1998: Zurück nach Cairns

Nach dem Frühstückstauchgang am Norman Reef fährt uns die Reef Encounter zurück ans Saxon Reef. Auf dem Weg dorthin begegnen wir einer Gruppe Delphine die längere Zeit vor dem fahrenden Schiff immer wieder aus dem Wasser springen. Meine beiden letzten Tauchgänge hier draußen mache ich nochmals am Saxon Reef und an den Breaking Patches. Anschließend geht's wieder rüber auf die Compass und von dort zurück nach Cairns. Bevor das Boot ablegt werden immer nochmals alle Personen abgezählt damit bestimmt alle die mit rausgefahren sind auch wieder zurückkommen. Grade in den vergangenen Tage ist es bei einer anderen Fährgesellschaft vorgekommen, daß ein amerikanisches Paar draußen vergessen wurde. Erst auf der Rückfahrt hat man bemerkt daß die fehlen. Man hat natürlich sofort umgedreht und die beiden gesucht - leider ohne Erfolg!

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01.02.1998: Kuranda

Morgens miete ich mir im Backpacker ein Fahrrad und kaufe mir ein Ticket am Bahnhof in Cairns nach Kuranda. Kuranda ist ein kleiner, skuriler Ort nmitten des Regenwalds der Atherton Tablelands. Die 34 km lange Strecke der Kuranda Railway wurde vor über 100 Jahren für den Fracht- und Personenverkehr von Cairns in das angrenzende Gebirge angelegt und diente als Versorgungsbasis für die Zinnminen. Anfang der 70er Jahre ließen sich Hippies und andere Aussteiger aus dem hektischen Cityleben im idyllischen Kuranda nieder. Sie lebten vom Verkauf selbstgefertigtem Schmuck, Lederwaren und Textilien. Der Touristenmarkt am Rande des Dorfes hat sich bis heute erhalten. Zu kaufen gibt es unter anderem auch Didgeridoos, Boomerangs, Aquarelle, Keramik und viel anderer Kitsch.

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02.02.1998: Atherton Tablelands

Mache heute noch eine Tagestour in die Atherton Tablelands. Dieses fruchtbare, hügelige Hochplateau (700-1000 m)erstreckt sich gleich hinter Cairns ins Landesinnere. Zu Aborigine Zeiten war mit undurchdringlichem Dschungel bewachsen. Das änderte sich schlagartig als man dort Gold und Zinn fand. Heute sind die Überreste einstiger Vulkane weitgehend kultiviert, Reste des Regenwaldes sind jedoch noch erhalten. Viele Wasserfälle mit natürlichen Pools laden zum Baden ein. Habe eine Tages-Tour bei Uncle Brian's gebucht. Mehr Infos dazu siehe Link.

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03.02.1998: Letzter Tag in Australien

Heute ist mein letzter Tag in Australien. Ich gehe noch etwas Shoppen, unternehme sonst aber nicht viel, ausgenommen ein Sonnenbad, denn der Winter in Europa ist längst nicht vorbei. Nach fast zwei Monaten hier ist meine Haut so braun (oder eher schwarz) geworden wie es dunkler kaum geht. Da wage ich mich mal ohne Sonnencreme und Sonnenschutz für längere Zeit ins Freie. Und du glaubst es nicht, habe ich mir doch tatsächlich am letzten Urlaubstag nochmals einen Sonnenbrand geholt (das soll sogar den Schwarzen in Afrika passieren). Eigentlich hätte ich es wissen müssen, da täglich über den Rundfunk durchgegeben wird, wie lange man sich draußen aufhalten kann ohne Sonnenschutz. Das sind hier in Cairns derzeit nur 12 Minuten!

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04.02.1998: Rückflug

Der Garuda Indonesia Flug GA949 geht pünktlich um 07:00 Uhr morgens von Cairns. Bis Jakarta hat der noch zwei Zischenlandungen: in Darwin und in Bali. Mit auf die lange Reise gehen zwei Mädels aus Dänemark und Schweden die auch zusammen mit mir auf der Reef Encounter waren. Über den langen Rückflug gibt es nicht viele Worte zu verlieren. Die sechs Stunden Aufenthalt in Jakarta haben wir uns mit Rollstuhlwettrennen im Flughafengebäude verkürzt. Da standen ein paar so alte Dinger rum und los war auch nichts auf dem Flughafen.

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